Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Distanzadaption für Multiview-3D-Displays

15.05.2013
Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) ermöglicht perfekte 3D-Sicht aus jeder Entfernung ohne Hilfsmittel

Ein neues Bildverarbeitungsverfahren des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts ermöglicht freiere Beweglichkeit für mehrere Nutzer vor 3D-Bildschirmen. Der Algorithmus lässt sich in die Ansteuerung verschiedener – auch älterer – Multiview-3D-Displays integrieren. Das neue Verfahren erlaubt eine stufenlose Anpassung der Betrachtungsentfernung in einem Bereich von halber bis doppelter Ausgangsentfernung ohne Beeinträchtigung der dargestellten Tiefe und Bildqualität.

Bislang wurden Anwendungsfelder für autostereoskopische Displays vorwiegend in 3DTV und in speziellen Anwendungen in Medizin, Forschung oder Konstruktion gesehen. Um sich den verstärkten Werbeeffekt von 3D als Alternative zu 2D-Präsentationen im öffentlichen Raum zu Nutzen zu machen, setzt mittlerweile auch die Werbebranche mehr und mehr auf 3D Digital Signage.

Die flexible Lösung des Fraunhofer HHI erzeugt neue Betrachtungspositionen. Auf diese Weise können auch weit entfernt oder besonders nah stehende Nutzer den 3D-Effekt sehen. Bislang führte der von Herstellern voreingestellte, feste Betrachtungsabstand zu Einschränkungen.

Die autostereoskopische Darstellung von 3D-Bildern basiert in Linsenraster-Systemen auf einer Trennung der Bilder oder Bildströme für beide Augen jedes Nutzers. In den Bildschirm eingearbeitete Zylinderlinsen sorgen für eine Lenkung der Bildpunkte auf mehrere Blickwinkel. Die softwarebasierte Distanzadaption des Fraunhofer HHI steuert Hardware-unabhängig einzelne Sub-Pixel an und erzeugt so ein verändertes Verschachtelungsmuster der Sub-Pixel – auf diese Weise ist die exakte 3D-Wiedergabe für verschiedene Positionen vor dem Display möglich.

Die Algorithmen des Fraunhofer-Instituts können nicht nur in Multiview-Anwendungen, sondern auch in interaktive Single-User-Lösungen integriert werden. So kann die Betrachtungsentfernung unabhängig von der vorgegebenen nominalen Distanz des Displays allein durch die Modifikation des Contents eingestellt werden. Die erste öffentliche Demonstration dieser Distanzadaption für verschiedene Benutzungsmodi findet am Stand des Fraunhofer HHI (Stand 1201) im German Pavillon während der SID 2013 in Vancouver/Canada vom 21. bis 23. Mai 2013 statt.

Kontakt
Dr.-Ing. René de la Barre
Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut
Tel +49 30 31002-345
rene.de_la_barre@hhi.fraunhofer.de

Ansprechpartner für die Presse
Dr. Gudrun Quandel
Corporate Communications
Tel +49 30 31002 400
Mobil +49 171 1995334

Kristin Luban | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.hhi.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie