Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitales Sicherheitsnetz für Senioren zu Hause

12.01.2011
Ältere Menschen wollen so lange wie möglich zu Hause leben. Wie dies möglich wird, erforscht Siemens mit Partnern im Projekt Smart Senior – intelligente Dienstleistungen für Senioren.

Dabei messen Sensoren am Körper wichtige Parameter wie Bewegung oder den Sauerstoffgehalt im Blut. Die Daten werden an ein medizinisches Zentrum weitergeleitet, das im Notfall sofort Hilfe schickt. Wie das Magazin Pictures of the Future berichtet, soll es Mitte 2011 erste Prototypen geben. Die Arbeiten laufen bei Siemens Corporate Technology. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.


In 25 Jahren werden mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen über 50 Jahre, jeder Dritte bereits älter als 60 sein. Die meisten Senioren wollen möglichst lange in der eigenen Wohnung leben, doch viele plagt die Angst, im Notfall ohne Hilfe zu sein. Vernetzte Sensoren, die eine Ferndiagnostik erlauben, können ihnen Sicherheit bieten. Zusammen mit Ärzten entwickeln Siemens-Experten verschiedene Szenarien.

Die Forscher arbeiten unter anderem an einer Armbanduhr, die auch Beschleunigungen misst. Damit lässt sich beispielsweise eine Ohmacht daran erkennen, dass die für den Schlaf typischen Mikrobewegungen fehlen. Schmerzpatienten bekommen zusätzlich ein intelligentes Pflaster, das Temperatur, Puls und den Sauerstoffgehalt im Blut misst. Es sitzt wie eine Bandage am Oberarm und besteht aus einer flexiblen Folie, in der Sender, Empfänger, Auswerteelektronik und eine Batterie integriert sind.

Ein Funkchip in der Armbanduhr sendet alle Daten an einen Kommunikationsknoten, der sie per Internet an ein medizinisches Zentrum weiterleitet. Eine spezielle Sicherheitsarchitektur gewährleistet den Datenschutz auf der gesamten Übertragungsstrecke. Auch der Zugriff ist genau geregelt. Zudem sollen die Geräte intuitiv zu bedienen sein. So können die Senioren im Notfall zum Beispiel über den Notfallknopf am Armband Hilfe holen oder direkt über ein Smartphone als Freisprechanlage mit dem medizinischen Zentrum sprechen.

Mitte 2011 werden Studenten die körpernahe Sensorik und den Datentransfer in einem eigens aufgebauten Demonstrationslabor testen. Außerdem wird die Technik mit gesunden älteren Menschen erprobt. Die Siemens-Experten gehen davon aus, dass solche intelligente Hilfsmittel in einigen Jahren aus dem Alltag älterer Menschen nicht mehr wegzudenken sind. (RN 2011.01.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung