Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DFKI legt Grundstein für Neubau in Bremen – einzigartiges Testbecken für Unterwasserroboter entsteht

01.11.2012
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) errichtet am Unternehmensstandort Bremen ein neues Gebäude mit einem bundesweit einzigartigen Testbecken für Tiefseeroboter.
Heute (1.11.) legten die Bremer Wissenschaftssenatorin Renate Jürgens-Pieper und Dr. Dirk Kühling, Abteilungsleiter Wirtschaft des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, gemeinsam mit DFKI-Geschäftsführer Dr. Walter Olthoff und DFKI-Standortsprecher Prof. Dr. Frank Kirchner den Grundstein.

7,1 Mio. Euro kostet das neue Gebäude, finanziert aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Bundesland Bremen mit 3,1 Mio. Euro. 4 Mio. Euro trägt das DFKI. Das Land Bremen stellt zudem das Baugrundstück zur Verfügung, auf dem zukünftig noch weitere DFKI-Gebäude errichtet werden sollen.

Die Senatorin bezeichnete den Neubau als wichtige Maßnahme, um beste Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der DFKI-Spitzenforschung in Bremen zu schaffen: „Mit der Unterwasser-Explorationshalle wird das DFKI in Bremen über eine national einmalige Testumgebung verfügen, die sein Alleinstellungsmerkmal auf dem Gebiet der maritimen Robotik weiter verstärken wird“, sagte Renate Jürgens-Pieper. Das erfolgreiche Abschneiden Bremens in der Exzellenzinitiative sei unter anderem auf die Beteiligung der außeruniversitären Institute und auf die Rolle der Meereswissenschaften sowie der Meerestechnik zurückzuführen.

Dr. Dirk Kühling betonte: „Für den Wirtschaftsstandort Bremen ist Kompetenz und Infrastruktur im Bereich der maritimen Technologien von entscheidender Bedeutung. Aus diesem Grunde freue ich mich ganz besonders, dass heute ein weiterer Meilenstein in Bremens wachsender Technologielandschaft gefeiert werden kann.“

Das Gebäude wird auf einer Freifläche an der Robert-Hooke-Straße im Bremer Technologiepark gebaut. Auf rund 1970 Quadratmetern Grundfläche und vier Etagen entstehen modernste Labore und Büroräume für etwa 100 Wissenschaftler und Mitarbeiter. Kernstück ist das 24 Meter lange, 20 Meter breite und 8 Meter tiefe Salzwasserbecken.

Hightech-Entwicklungen wie das autonome Unterwasserfahrzeug Dagon können künftig im bundesweit einzigartigen Salzwasserbecken des DFKI getestet werden.
Copyright: DFKI GmbH

Die 1115 Quadratmeter große Unterwasser-Explorationshalle ist vom Eingangsbereich des Gebäudes durch ein Panoramafenster einsehbar. So können Besucher Einblicke in die Forschungsarbeiten gewinnen.

„Das Konzept, Begegnungsräume für Öffentlichkeit und Wissenschaft anzubieten, hat sich an den DFKI-Standorten Saarbrücken und Kaiserslautern bewährt“, so Dr. Walter Olthoff, DFKI-Geschäftsführer, „das neue Gebäude mit modernstem Standard stärkt das DFKI im nationalen und internationalen Wettbewerb.“

Unterwasserrobotik als besondere technologische Herausforderung

Die Entwicklung von Unterwasserrobotern ist eine besondere Herausforderung. Einflussfaktoren wie immenser Wasserdruck, ein ständig wechselndes Farbspektrum und Wassertrübung erschweren den Einsatz von Robotern in der Tiefsee. Deshalb ist das kontinuierliche Testen und Evaluieren unter realistischen Voraussetzungen unerlässlich.

„Durch ihre Größe, die Witterungsunabhängigkeit und kontrollierbare Bedingungen bietet die neue Unterwasser-Explorationshalle eine ideale Testumgebung für die Entwicklung intelligenter Systeme“, erklärte Prof. Dr. Frank Kirchner, Standortsprecher des DFKI Bremen und Leiter des Forschungsbereichs Robotics Innovation Center.

Seit dem Jahr 2006 schreibt der Bremer DFKI-Standort Erfolgsgeschichte. Derzeit sind hier über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in zwei Forschungsbereichen beschäftigt.
EUROPÄISCHE UNION: Investition in Ihre Zukunft – Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.

Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen mit einer Außenstelle an der Universität Osnabrück sowie dem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“ und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.

Das Finanzierungsvolumen lag 2011 bei ca. 39 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 435 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und mehr als 60 Spin-Off-Unternehmen mit mehr als 1.500 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

Weitere Informationen: www.dfki.de

Bildmaterial
Unter ftp://ftp.dfki.de/OUTGOING/20121101_Grundsteinlegung stehen Bilder zum Download bereit, die Sie mit Nennung des Copyrights „DFKI GmbH“ gerne verwenden können.
Bildunterschriften:

- 20121016_DFKI_Neubau_HB_Suedansicht.jpg: Auf vier Etagen entstehen modernste Labore und Büroräume. Kernstück des Bremer Neubaus ist die 1115 Quadratmeter große, bundesweit einmalige Unterwasser-Explorationshalle.
- 20121101_DFKI_Grundsteinlegung_Neubau_HB.jpg: Meilenstein für Bremer Spitzenforschung (v.l.n.r): DFKI-Geschäftsführer Dr. Walter Olthoff legt gemeinsam mit DFKI-Standortsprecher Prof. Dr. Frank Kirchner, der Bremer Wissenschaftssenatorin Renate Jürgens-Pieper und Dr. Dirk Kühling, Abteilungsleiter Wirtschaft des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen den Grundstein für den DFKI-Neubau.
- 20120315_DAGON_Unisee-4.jpg: Hightech-Entwicklungen wie das autonome Unterwasserfahrzeug Dagon können künftig im bundesweit einzigartigen Salzwasserbecken des DFKI getestet werden.

Pressekontakt:
DFKI Bremen
Team Unternehmenskommunikation
Robert-Hooke-Straße 5
28359 Bremen
Tel.: +49 421 178 45 4121
E-Mail: uk-hb@dfki.de

Daniela Menzel | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte