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Deutsches Forschungsnetz erprobt Technologie für Terabit-Anschlüsse

25.02.2014
Die im Deutschen Forschungsnetz (DFN-Verein) organisierten wissenschaftlichen Einrichtungen zünden bei ihrem selbst organisierten Datennetz, dem Wissenschaftsnetz X-WiN, die nächste Leistungsstufe. Nachdem die Datenströme der weltweit verteilten Suche nach dem Higgs-Boson von den Wissenschaftsnetzen noch mit Anschlüssen von 1 oder 10 Gbit/s gemeistert wurden, beginnt der DFN-Verein jetzt die Erprobung seiner Technologie für Anschlüsse mit einer Bandbreite von 1 Terabit/s. Das entspricht 1.000 Gbit/s.

Der erste Meilenstein dieser Erprobung findet gegenwärtig statt. Dazu wird der DFN-Verein seine Technologie für Terabit-Anschlüsse am Mittwoch, dem 26. Februar 2014 an der Technischen Universität Dresden aufbauen und eine Verbindung über das Wissenschaftsnetz X-WiN zur TU Bergakademie Freiberg schalten.

Das Wissenschaftsnetz X-WiN muss den geplanten Vorhaben der deutschen Forscher stets einen Schritt voraus sein. Einigen Hochschulen steht bereits heute ein Anschluss mit 100 Gbit/s an das Wissenschaftsnetz X-WiN zur Verfügung. Die Bedarfe nach mehr Bandbreite bei den Anschlüssen sind jedoch absehbar. So will eine Vielzahl wissenschaftlicher Fachdisziplinen bei der Speicherung, Verarbeitung und inhaltlichen Interpretation sehr großer Datenbestände (Big-Data) auch verteilt zusammenarbeiten können. Die weltweiten Wissenschaftsnetze werden dabei erneut zeigen müssen, dass sie die Datenströme dieser Vorhaben beherrschen.

Die für Terabit-Anschlüsse benötigte Bandbreite wird auf den Glasfasern des Wissenschaftsnetzes X-WiN durch die technologisch hochaktuelle Apollo-Plattform des Herstellers ECI Telecom erschlossen. ECI Telecom hatte sich im Jahr 2012 in einem europaweiten Vergabeverfahren als Ausrüster des Wissenschaftsnetzes X-WiN beworben und dafür vom DFN-Verein den Zuschlag erhalten. Dass die jetzt anstehende Erprobung der Technologie für Terabit-Anschlüsse nicht in wohlbehüteten Testumgebungen, sondern als integrierter Bestandteil des laufenden Betriebs im Wissenschaftsnetz X-WiN stattfindet, verdeutlicht die Zukunftsfähigkeit der Apollo-Plattform.

Dazu sagt Shai Stein, CTO, ECI Telecom: „ECI und ECIs Technologiepartner Finisar demonstrieren mit dem 1-Terabit-Link auf der optischen Plattform des Deutschen Forschungsnetzes die enorme Leistungsfähigkeit ihrer innovativen ‚Coherent Terabit’-Technologie. ECI und Finisar sind Mitglieder des Tera Santa Konsortiums, das 2011 ins Leben gerufen wurde, um das weltweit erste OFDM-basierte 1-Terabit/s-Netzwerk zu entwickeln. Durch diese hohe Übertragungsrate kann das DFN seine Netzwerkkapazität enorm erhöhen und seinen Anwendern bessere und kosteneffektivere Dienste zur Verfügung stellen.“

„Supercomputing, Clouds und Big Data stellen zunehmend hohe Anforderungen an Kommunikationsnetze. Als Rechenzentrum mit langjährigen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben im datenintensiven Rechnen freuen wir uns, in das Terabit-Testbed des DFN-Vereins eingebunden zu sein und die Wissenschaft in Deutschland auf diesem ersten Schritt hin zur Terabit-Technologie unterstützen zu dürfen“, sagt Wolfgang E. Nagel, Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen an der Technischen Universität Dresden.


Das Deutsche Forschungsnetz

www.dfn.de


Das Deutsche Forschungsnetz (DFN) ist das von der Wissenschaft selbst organisierte Kommunikationsnetz für Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Mit seiner technischen Infrastruktur, dem Wissenschaftsnetz „X-WiN“, verbindet es mehr als 750 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland miteinander und ist darüber hinaus nahtlos in den europäischen und weltweiten Verbund der Forschungs- und Wissenschaftsnetze integriert. Über mehrere leistungsstarke Austauschpunkte ist das DFN ebenfalls mit dem allgemeinen Internet verbunden.

Der DFN-Verein ist anerkannt gemeinnützig.


 
ECI Telecom GmbH

www.ecitele.com


ECI Telecom GmbH ist ein globaler Anbieter von innovativen Telekommunikationsplattformen für Netzwerk- und Servicebetreiber. ECI bietet effiziente Plattformen und Lösungen an, die es seinen Kunden ermöglichen, schnell und kosteneffizient umsatzsteigernde Services anzubieten. Seit der Gründung 1961 in Israel hat ECI seine kundenorientierten Kommunikationslösungen an die größten Netzbetreiber weltweit geliefert. ECI bietet skalierbare Breitband-, Transport- und Daten-Netzwerkinfrastrukturen an, die eine Basis für zukünftige Kommunikationsdienste wie ‚Next Gen Voice‘, IPTV sowie für Mobility und Geschäftsanwendungen bildet.

 
Die TU Dresden 

www.tu-dresden.de
Die TU Dresden ist eine der elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Als Volluniversität mit breitem Fächerspektrum zählt sie zu den forschungsstärksten Hochschulen. Austausch und Kooperation zwischen den Wissenschaften, mit Wirtschaft und Gesellschaft sind dafür die Grundlage. Ziel ist es, im Wettbewerb der Universitäten auch in Zukunft Spitzenplätze zu belegen. Daran und am Erfolg beim Transfer von Grundlagenwissen und Forschungsergebnissen messen wir unsere Leistungen in Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung. Wissen schafft Brücken. Seit 1828.

 
Über Tera Santa
Das Tera Santa Konsortium besteht aus sieben führenden High-Tech Firmen und fünf Universitäten in Israel, die weltweit das erste Terabit Orthogonal Frequency Division Mulitplexing (OFDM) basierte optische Netz erforscht und entwickelt haben. Hierbei wird das Konsortium finanziell durch das „Magnet Programm“ des Israelischen Wissenschaftsministeriums (Office of the Chief Scientist - OCS) unterstützt. Die Gründungsmitglieder sind im Einzelnen: ECI Telecom, Finisar Cooperation (Niederlassung Israel), Orckit Corrigent, MultiPhy, Optiway, Civcom, Bezeq International, das israelische Technologie Institut, die Ben-Gurion Universität, die Hebräische Universität zu Jerusalem, die Bar-Ilan Universität und die Tel-Aviv Universität.

 
Kontakt

Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V.

Kai Hoelzner

Alexanderplatz 1

D - 10178 Berlin

Telefon: +49 30 88 42 99-42

Telefax: +49 30 88 42 99 -70

E-Mail: hoelzner@dfn.de

Weitere Informationen:

http://www.dfn.de

Kai Hoelzner | idw

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