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Demonstrations-Center simuliert Pipelineschäden

16.12.2008
In einem weltweit einzigartigen Demonstrations-Center können Siemens-Experten den Betrieb einer kompletten Öl- oder Gaspipeline simulieren und so kostengünstig neue Lösungen für echte Anlagen entwickeln.

Die Ergebnisse fließen direkt in die Technologieentwicklung des Unternehmens. Das Resultat sind Systeme für das gesamte Röhrensystem, inklusive intelligente Software-Lösungen, die die Pipelines rund um die Uhr steuern und überwachen sowie Schäden selbstständig erkennen können.


In einer Zeit knapper werdender Rohstoffe gewinnen Pipelines – und damit ihre Sicherheit – zunehmend an Bedeutung. Sie sind oft tausende Kilometer lang und stellen hohe Anforderungen an das gesamte Fördersystem. Zum einen muss gewährleistet werden, dass die Rohstoffe möglichst ressourcenschonend transportiert werden – wofür beim Öl leistungsfähige Pumpen und für das Gas starke Kompressoren nötig sind.

Zudem müssen die Pipelines gegen Schäden jeglicher Art geschützt und somit ständig überwacht werden, damit keine Lecks entstehen. Um ein solches komplexes Verteilungsnetz effizient überwachen zu können, ist ein System nötig, das auf der gesamten Strecke automatisiert die physikalischen Parameter wie etwa den Druck misst und per Funk oder Satellit an das Leitzentrum weitergibt.

In seinem Pipeline-Demo-Center in Fürth bei Nürnberg simuliert Siemens mögliche Störungen an einer wirklichkeitsgetreuen Miniatur-Anlage. Mit einer Leitzentrale, einer Kompressorstation, wo das Gas verdichtet wird, und einer Messstation, an der Durchfluss, Temperatur, Druck oder Vibration der Röhren abgefragt werden, können die Siemens-Forscher den gesamten Weg des Öls oder Erdgases durch die Pipelines verfolgen und die Überwachungssysteme testen. Die Testergebnisse kommen direkt der Entwicklung zugute – beispielsweise Software-Lösungen, die Schäden anhand über- oder unterschrittener fest definierter Schwellenwerte der Betriebsparameter selbstständig erkennen und automatisch die Ventile im kritischen Abschnitt sperren.

Nicht zuletzt wegen dieses Know-hows ist Siemens derzeit an zwei großen Pipeline-Projekten beteiligt. Neben der technischen Ausstattung einer südafrikanischen Pipeline zwischen der Großstadt Durban und der Provinz Gauteng stattet das Unternehmen auch eine 3.456 Kilometer lange Pipeline in Kanada mit Energieversorgungsanlagen und elektrischen Pumpensystemen aus. (IN 2008.12.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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