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Datenspeicherung im Nahverkehr

27.10.2008
An der HfTL haben gemeinsame Forschungsprojekte mit mittelständischen Partnern aus der Region einen hohen Stellenwert.

Für Bachelor- und Masterstudenten der Hochschule bietet sich hier neben vertiefenden Kontakten in zahlreiche Branchen die einmalige Chance, dass Erlernte anzuwenden und reichhaltige Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Dass die Hochschule für Telekommunikation Leipzig dabei nicht nur in den Bereichen der Telekommunikation forscht ist den wenigsten bekannt. Ein nicht unwesentlicher Teil unseres Forschungsprogramms streift nur sehr entfernt den Bereich der Telekommunikation.

Eines dieser Vorhaben befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase.

Gemeinsam mit der in Leipzig ansässigen Firma IFTEC GmbH & Co.KG arbeitet ein Projektteam unter Leitung von Dipl.-Ing. Jens-Peter Schade an einer Fehleranalyse in Ereignisspeichern. Neben Dipl.-Ing. Jens-Peter Schade gehören Dipl.-Ing. Rico Kalbitz und Dipl.-Ing. Robert Bärtl zum Projektteam der HfTL.

Die Firma IFTEC, ein Tochterunternehmen der LVB und der Siemens AG, ist ein auf die Unterhaltung von Schienenfahrzeugen und deren Fahrwegen ausgerichtetes Unternehmen und auf die Einhaltung der hohen Qualitätsstandards im öffentlichen Nahverkehr .

Bei der Datenspeicherung im Nahverkehr geht es nicht wie man fälschlicherweise aus dem Titel schließen könnte um das Ausspähen sensibler Fahrgastdaten oder Bewegungsprofile.

Vielmehr werden Funktionsdaten technischer Einrichtungen wie zum Beispiel die Bewegungszustände von Weichen mit genauer Uhrzeit und dem Datum erfasst und auf einem Speichermedium protokolliert. Daraus werden Auswertungen für die Steuerung der Instandhaltung gewonnen aber auch die Fehlerentstehung analysiert.

Diese Ereignisspeicher sind seit einigen Jahren im öffentlichen Straßenbahnnetz der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) eingesetzt und leisten einen wesentlichen Anteil zur Erhöhung der Fahrgastsicherheit im öffentlichen Nahverkehr.

Schwerpunkt der Zusammenarbeit der HfTL und der IFTEC sind Lösungen, um den zeitweisen Ausfall der kompletten Hardware und das nicht mögliche Auslesen der protokollierten Daten über eine serielle Schnittstelle mittels Laptop auszuschließen.

Nach der Einrichtung eines Testplatzes mit der dafür notwenigen Hard- und Software kann das Projektteam jetzt alle Funktionen wie in der Praxis testen. Die Simulation vorbeifahrender Straßenbahnen ist genauso möglich wie die Generierung der Uhrzeit mit einem DCF- Modul.

Vor Beginn der umfangreichen Testreihen wurden als eine der ersten Maßnahmen alle relevanten Daten der Ereignisspeicher gesichert. Die Analyse der Testergebnisse führte zu mehreren Ergebnissen, welche erkennen ließen, dass die ursprünglich im Labor funktionsfähigen Geräte dem rauen Außeneinsatz nicht standhalten. Diese wurden in einer weiteren Phase des Projektes beispielsweise auf Ihre Störfestigkeit in der hochschuleigenen EMV -Kammer und in den Außenanlagen der IFTEC messtechnisch überprüft. Derzeit arbeitet das Projektteam in der nachfolgenden Projektphase an Lösungsmöglichkeiten zur Verhinderung der Ausfälle. Aber auch bei der seriellen Schnittstelle zur Datenübermittlung sind im Ergebnis der Testreihe weitere Modifikationen erkannt wurden. Die Ergebnisse werden vom Projektteam der HfTL Ende August in den Räumen der IFTEC präsentiert.

Für alle Projektbeteiligten steht aber schon jetzt außer Frage, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgeführt werden soll.

Torsten Büttner | idw
Weitere Informationen:
http://www.hft-leipzig.de

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