Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Daten lichtschnell von Haus zu Haus durchs Web 2.0 schicken

02.03.2009
Für viele Produkte, die auf der CeBIT präsentiert werden, ist eine Entwicklung im Rahmen einer Masterarbeit an der FernUniversität höchst interessant: ein optischer Gigabit-Transceiver für hohe Datenraten, der die ca. 500-fache Datenmenge einer DSL-Verbindung ins Netz bringt. Mit dieser praxisreifen Technologie können Anwender die Vorteile des künftigen Web 2.0 besser nutzen.
Und Kupferleitungen, die den Datentransport zwischen Glasfasernetz und Hausanschlüssen erheblich verlangsamen, können überflüssig werden.

Für viele Produkte, die jetzt auf der CeBIT präsentiert werden, dürfte ein optischer Gigabit-Transceiver für hohe Datenraten nützlich sein, der die ca. 500-fache Datenmenge einer DSL-Verbindung ins Netz bringt.

Dieser Medienkonverter ermöglicht es, das Glasfasernetz flächendeckend bis in die Nähe der Endgeräte zu verlängern - also ohne Daten bremsende Kupferleitungen auf den letzten Teilstücken bis zum Hausanschluss. Mit dieser praxisreifen Technologie können Anwender die Vorteile des künftigen Web 2.0 besser nutzen. Entwickelt wurde der Transceiver im Rahmen der Master-Abschlussarbeit von Ulrich Lohmann an der FernUniversität in Hagen in Kooperation mit der Firma Microsens, Hamm.

Zahlreiche Anwendungen, die auf der CeBIT zu sehen sind, würden mit einem schnelleren Internet wesentlich besser funktionieren. Immer mehr Anwendungen benötigen bereits große Bandbreiten, z.B. IP-Telephonie und -TV oder Video on Demand. 500-mal schneller ins Internet als mit einer DSL-Verbindung kann man mit einem kostengünstigen Transceiver kommen, den Ulrich Lohmann, Student der FernUniversität in Hagen, in seiner Masterarbeit am Lehrgebiet Optische Nachrichtentechnik (Prof. Dr. Jürgen Jahns) in Zusammenarbeit mit der Firma Microsens in Hamm entwickelt hat. Dieser Transceiver bildet als Medienkonverter die Brücke zwischen dem konventionellen hausinternen Netzwerk und den Glasfaserkabeln des künftigen Internet 2.0. Die Lichtleiter können damit fast bis zu Computern und anderen Endgeräten in Büros oder Privathaushalten gelegt werden. Die "Datenbremsen" Kupferleitungen zwischen Gebäuden und heutigen Endpunkten des Glasfasernetzes werden dann überflüssig.

Mit der Gemeinschaftsentwicklung der FernUniversität und der Firma Microsens durch Ulrich Lohmann kann ein flächendeckendes Glasfasernetz bis zu den Endgeräten einfach und kostengünstig realisiert werden. Wegen der vielfach höheren Leistungsfähigkeit der Glasfasern gegenüber Kupfer sollen die Übergabestellen möglichst nah an die Endgeräte "herangeschoben" werden. Denn die Kupferleitungen zwischen den Verteilstationen und den Hausanschlüssen der Endnutzer wirken wie Datenbremsen.

Sind die optischen Signale per Glasfaser an der Schnittstelle des Endnutzers angekommen werden sie dort von einem USB-Stick großen Medienkonverter in elektrische Signale umgewandelt. Der Transceiver wird im Installations- bzw. Multiportconverter - oft im Keller - installiert: "So müssen wir nur noch kurze Entfernungen zu PC, Netzdrucker, Access-Punkt, Internet-Telefon oder Webcam durch konventionelle Leitungen überbrücken", erläutert Lohmann. Direkt bis zu den Endgeräten können die Glasfasern nicht gelegt werden, weil es noch keine genormte Schnittstelle für PC-Transceiver gibt. Für die neue Technologie sind fast alle Computer geeignet, einige brauchen evtl. eine neue Netzwerkkarte.

Lohmanns Ziel war es, ein vermarktungsfähiges Massenprodukt zu entwickeln, das sich jeder leisten kann. Dafür war u. a. eine fertigungsoptimierte Konstruktion mit einem kostengünstigen, kompakten und hochwertigen Vertical-Cavity Surface-Emitting-Laser (VCSEL) notwendig. Damit der Laser als Lichtquelle angeschlossen werden kann entwarf der FernUni-Student einen neuen Anschluss. Neu ist auch die Steuerung der Lichtquelle. Zudem entwickelte er die Text- und Kalibrierungssoftware mit und "bettete" Diagnosemöglichkeiten direkt in das Gerät ein". Prof. Jürgen Jahns ist sich sicher: "Damit kommen wir dem Internet der Zukunft einen Schritt näher."

Der gemeinsam entwickelte Transceiver wird nun durch Microsens in Serie gefertigt. Die Planungen hierzu werden ebenfalls durch das FernUni-Lehrgebiet begleitet.

Susanne Bossemeyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.microsens.de
http://www.fernuni-hagen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise