Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Conformance Test für IPv4 und IPv6 AUTOSAR-Stacks

19.09.2013
Die Ingenieure des Fraunhofer ESK haben mit ihrer TCP/IP Testsuite den Kommunikationsstack MICROSAR IP von Vector Informatik auf RFC-Conformance getestet.

Dieser AUTOSAR-Stack wird unter anderem in Elektrofahrzeugen eingesetzt. Die Herausforderung für die ESK-Ingenieure war, die spezifischen Eigenschaften von AUTOSAR bei der Durchführung der RFC-Conformance-Tests zu berücksichtigen. Um den Standard ISO/IEC 15118 umfassend abzudecken, wurden vom Fraunhofer ESK rund 200 neue Testfälle geschrieben.


Damit die Kommunikation zum Fahrzeug reibungslos verläuft, müssen die TCP/IP-Stacks auf RFC-Conformance getestet werden. Das Fraunhofer ESK bietet auch Tests für das IPv6-Protokoll an.
© Fraunhofer ESK

Der Dual IPv4 / IPv6 AUTOSAR-Stack von Vector ermöglicht die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladestation. Da dieser damit den Fahrzeugzugang von außen ermöglicht, muss er die internationalen Normen (RFCs) absolut einhalten. Denn während der Entwicklung ist nicht bekannt, mit welchen Gegenstellen künftig kommuniziert wird. Damit auch im späteren Betrieb die Kommunikation zwischen einem Fahrzeug und einer beliebigen Ladestation zuverlässig funktioniert, müssen alle Beteiligten am Kommunikationsprozess die Standards korrekt umsetzen.

Schneller Testen mit der TCP/IP Testsuite

Die ISO/IEC 15118 Spezifikation definiert die Kommunikation des Fahrzeuges mit der Ladesäule und schreibt explizit die Verwendung von IPv6 als Übertragungsprotokoll vor. „Mit dem Fraunhofer ESK haben wir unseren MICROSAR IP-Stack ausgiebig auf RFC-Conformance getestet. Dies gibt uns die Gewissheit, dass unser Stack mit jeder denkbaren IP-Gegenstelle kommunizieren kann“, beschreibt Dirk Großmann, Senior Manager Embedded Software bei Vector Informatik, die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ESK. Insgesamt wurde der Test von den ESK-Ingenieuren mit mehr als 1800 Testfällen durchgeführt.

Noch Ungereimtheiten in IPv6

Um den vollen Funktionsumfang des Stacks zu testen, haben die ESK-Ingenieure ihre im Februar vorgestellte TCP/IP Testsuite um rund 200 Testfälle erweitert. So wurden z.B. neue Testfälle für NewReno (TCP's Fast Recovery Algorithm), TCP- User Timeout-Option und Congestion Control implementiert sowie IPv6 Neighbor Discovery for Inverse Discovery erstellt.

Dabei hat sich gezeigt, dass speziell das bisher seltenerer eingesetzte IPv6-Protokoll noch Fallstricke aufweist. Diese entstehen durch nicht ausreichend validierte Spezifikationen und fehlende Referenzimplementierungen. Im Projekt wurden einige dieser Schwachstellen aufgedeckt. Mit diesem Wissen konnten die ESK-Ingenieure qualitativ bessere Testfälle erstellen und so die Interoperabilität sicherstellen.

Die ESK-Ingenieure zeigen beim 3. Ethernet & IP @ Automotive Technology Day am
25. und 26. September in Leinfelden-Echterdingen (bei Stuttgart) wie sie mit ihrer TCP/IP Testsuite effizient Protokollstacks testen können.

Susanne Baumer | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de/de/medien/pressemitteilungen/pm1310.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie