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Cloud-Dienst vernetzt den Verkehr in der Stadt

17.06.2014

Siemens entwickelt eine integrierte Mobilitäts-Plattform in der Cloud, die es ermöglicht, für jeden Weg und Zeitpunkt die passenden Verkehrsmittel zusammenzustellen und zu buchen.

Die Plattform vernetzt verschiedene Mobilitätsdienstleister wie Car-Sharer, Verkehrsbetriebe, Taxis oder Fahrradverleihe.


Verkehrsbetriebe können so ihr Mobilitätsangebot erweitern und Reisende können mit nur einer App alle Wege planen. Ein Car-Sharing-Anbieter kann z.B. den Service seiner App verbessern, indem diese dem Nutzer nicht nur für einen bestimmten Weg Route, Fahrzeit und Standort des nächsten Autos anzeigt, sondern mit der Anbindung an die Plattform zusätzlich eine Kombination mit der S-Bahn vorschlägt, wenn dies bei einem Stau vorteilhafter ist.

Gebucht und abgerechnet werden sämtliche Verkehrsmittel über den Anbieter, dessen App der Nutzer installiert hat.

Je größer die Stadt, desto herausfordernder die Mobilität. Stau und Parkplatzsuche zehren an den Nerven, belasten die Luft und kosten Zeit und Geld. Eine Möglichkeit, die Transportkapazität der Stadt ohne teure Neubauten von Straßen oder Bahnlinien zu erhöhen, besteht darin, die verschiedenen Verkehrsmittel optimal zu nutzen.

Allerdings ist bekannt, dass nur wenige Autofahrer auf Bus, Bahn und Fahrrad umsteigen. Mit dem Fahrrad zur S-Bahn, die Hauptstrecke mit dem ÖV und die letzte Strecke mit dem Car-Sharing-Auto zum Endziel, ist heute kompliziert zu organisieren. 

Siemens will das intermodale Reisen einfacher machen und setzt auf die Vernetzung aller Verkehrsmittel, wie die Zeitschrift Pictures of the Future in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet. In der integrierten Mobilitätsplattform werden die Daten verschiedener Mobilitätsanbieter und Verkehrszentralen vereinheitlicht und zusammenführt.

Sie integrieren ihre Produkte und Informationen in die Plattform, indem sie ihre Apps anbinden. Die Plattform leitet Kundenanfragen intern weiter und übernimmt für alle Unternehmen die Abrechnung. Informationen über Person und Fahrstrecke werden erst bei der Abrechnung vom Mobilitätsanbieter zusammengeführt, um hohe Sicherheit für personenbezogene Daten zu gewährleisten.

Im Rahmen des Schaufensters Berlin-Brandenburg betreibt Siemens eine integrierte Mobilitätsplattform als ersten Piloten. Ein Cloud-Service hat den Vorteil, dass in Stoßzeiten zusätzliche Rechenleistung schnell hinzugefügt werden kann.

Dies ist bei Mobilitätsanwendungen wichtig, da es morgens und abends zur Rush-Hour sowie zu klassischen Reisezeiten wie Feiertagen oder Ferien um ein Vielfaches von Anfragen und Buchungen kommt als zu anderen Zeiten. « (2014.06.3)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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