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Brücke alarmiert Ingenieure drahtlos

14.03.2011
Sensoren sollen Gebäude sicherer und Überwachung günstiger machen

Drahtlose Sensoren zur Überwachung der Bausubstanz von Brücken, Gebäuden und anderen Infrastruktureinrichtungen könnten in Zukunft entscheidend zur Sicherheit der Einrichtungen beitragen.

Während viele wichtige Bauwerke bereits heute mittels Sensoren Schäden durch Erdbeben oder andere Umwelteinwirkungen melden, könnte die drahtlose Technologie die Arbeit der Ingenieure künftig deutliche einfacher und günstiger machen, berichtet die New York Times.

Zwar würde die elektronische Überwachung die Kontrolle durch Experten vor Ort nicht völlig ersetzen, aber durchaus auch qualifizierte Entscheidungen aus der Distanz ermöglichen, so John W. Wallace, Erdbebenexperte von der University of California.

Die Jindo Brücke in Südkorea ist ein Pilotprojekt, bei dem die Technologie bereits seit drei Jahren getestet wird. An wichtigen Punkten des Bauwerks sind Sensoren platziert, die die Struktur überwachen. Faktoren wir Vibration, Wind oder Feuchtigkeit werden gemessen - abweichende Ergebnisse sofort gemeldet.

Geringe Kosten

Der entscheidende Vorteil der drahtlosen Sensoren sind vor allem die geringeren Kosten. "Kabelgebunde Überwachungssysteme sind teuer, so Jerome P. Lynch, Leiter des Laboratory of Intelligent Structural Technology an der University of Columbia. "Man muss kilometerweise Kabel verlegen um Strom zu liefern und Daten zu übertragen."

Die neuen drahtlosen Sensoren werden mittels Batterie mit Energie versorgt. Um möglichst lange Betriebszeiten zu gewährleisten würden die Geräte besonders energieeffizient arbeiten, so Lynch. Zusätzlich könne die Laufzeit durch die Ausnutzung von Sonnen-, Wind- und sogar Vibrationsenergie verlängert werden. Im Fall der Jindo Brücke sind 663 drahtlose Sensoren im Einsatz, deren Installation jeweils etwa 100 Dollar kostet. Im Vergleich zu den tausenden Dollar, die die Einrichtung eines einzelnen kabelgebundenen Sensors kostet, sind diese Ausgaben beinahe zu vernachlässigen.

Georg Eckelsberger | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.ucla.edu
http://www.columbia.edu

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