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Brach liegende Mobilfunkfrequenzen besser nutzen –
1-Million Förderung durch Carl-Zeiss-Stiftung

02.07.2010
Die Technische Universität Ilmenau baut ein „Cognitive Radio Network Lab“ auf, in dem Technologien zur wesentlich effizienteren Nutzung von Mobilfunkfrequenzen entwickelt werden.

Durch intelligente Strategien sollen die bestehenden Frequenzbänder besser ausgelastet werden. Die TU Ilmenau weist dem Forschungsfeld hohes wissenschaftliches und wirtschaftliches Potenzial zu.

Derzeit werden die verfügbaren Funkressourcen nur zu 30 Prozent ausgenutzt, die restlichen 70 Prozent, die theoretisch verfügbar wären, um zusätzliche Daten zu übertragen, liegen brach – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen: Beim Anschlag auf das World Trade Center in New York beispielsweise mussten tausende Rettungskräfte zeitweise nur einen einzigen Funkkanal nutzen, obwohl wesentlich mehr Ressourcen zur Verfügung gestanden hätten. Die Überlastung des Funknetzes erschwerte seinerzeit die Rettungsarbeiten dramatisch.

Die TU Ilmenau forciert nun mit finanzieller Hilfe der Carl-Zeiss-Stiftung die sogenannte Kognitive Radio Technologie. Sie wird es erlauben, freie Netzkapazitäten automatisch aufzuspüren, dynamisch darauf zu zu greifen und flexibel zu nutzen, ohne dabei die primären Mobilfunknutzer zu beeinträchtigen.

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Projekt „Cognitive Radio Network Lab“ mit einer Million Euro für vier Jahre im Rahmen ihres Programms zur Stärkung von Forschungsstrukturen an Universitäten. Die TU Ilmenau ist die einzige Universität Thüringens, die diese Förderung erhält. Der Prorektor für Wissenschaft der Universität, Prof. Klaus Augsburg, will mit dem Projekt „Cognitive Radio Network Lab“ den Forschungsschwerpunkt Mobilkommunikation weiter ausbauen: „Die Förderung der Carl-Zeiss-Stiftung ermöglicht es uns, jetzt auch das Gebiet Kognitive Radio Technologie abzudecken. Damit können wir eine strukturelle Lücke schließen und exzellente, interdisziplinär arbeitende Gruppen von Wissenschaftlern beste Forschungsmöglichkeiten bieten. Und nicht zuletzt wird an der Universität ein Schwerpunkt von strategischer Bedeutung gestärkt.“

Mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Mobilfunk, Antennen, selbstorganisierende Systeme, Soft- und Hardwaretechnologie sowie Netzarchitektur deckt die TU Ilmenau bereits jetzt ein breites Spektrum im Forschungsgebiet Mobilkommunikation ab. Insgesamt neun Fachgebiete der Universität arbeiten interdisziplinär zusammen, unter anderem in einem Graduiertenkolleg, in dem 30 Doktoranden aus zehn Ländern der Erde forschen.

Bettina Wegner | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

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