Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF genehmigt das Projekt SoftSCheck

05.10.2009
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg das Projekt SoftSCheck genehmigt.

Im Rahmen des 15 Monate laufenden Projekts werden über 100 weltweit verfügbare Tools zum Threat Modeling und Fuzzing hinsichtlich ihrer Eignung für den Softwaretest insbesondere in der Softwareindustrie überprüft und bewertet.

Softwarehersteller werden damit in die Lage versetzt, Software-Design und Software-Tests wirkungsvoller und kostengünstiger mit den für ihre Aufgabenstellung geeigneten Tools durchzuführen und dadurch die Software sicherer zu machen: Mit Hilfe dieser Tools lassen sich bisher nicht erkannte Fehler und Sicherheitslücken erkennen.

Software kann nicht fehlerfrei erstellt werden. Trotz umfangreicher Tests sind sporadische Betriebsausfälle (Business Continuity) und unbeabsichtigter Datenabfluss die häufigsten Folgen sicherheitsrelevanter Fehler in Software und führen zu hohen Umsatzausfällen und zu Datenschutzproblemen. Und sie ermöglichen Computerspionage. Aus dieser Erkenntnis resultiert auch der komplett Projektname Rapid in-depth Analysis of Software-Vulnerabilities. Die beiden folgenden Verfahren können Tool-gestützt zur Entdeckung bisher nicht erkannter Programmfehler und Sicherheitslücken eingesetzt werden:

Threat Modeling unterstützt als heuristisches Verfahren die methodische Überprüfung eines Systementwurfs oder einer Architektur bereits in der Design-Phase. So können Fehler und insbesondere sicherheitsrelevante Fehler (Sicherheitslücken, Design Flaws, Angriffspunkte) identifiziert, bewertet und anschließend korrigiert werden. Dazu werden die Eingabeschnittstellen (attack surface) systematisch auf mögliche Angriffsmöglichkeiten untersucht.

Beim Fuzzing werden die Eingabeschnittstellen zu testender Programme mit (mehr oder weniger) zufälligen - oder auch zielgerichteten - Daten versorgt, um durch die Analyse undokumentierter und damit ungewollter Reaktionen des Programms, Programmierfehler und Sicherheitslücken zu erkennen. Dazu muss der Quellcode nicht offen vorliegen (black box Test). Die Qualität von Fuzzern hängt wesentlich von der Menge der zum Test eingesetzten Daten und der Qualität der erzeugten Eingabedaten ab.

Kooperationspartner im Projekt sind unter anderem die Gesellschaft für Informatik zusammen mit ihrer Schulungstochter Deutsche Informatik-Akademie (DIA), Microsoft Deutschland, SAP und das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD).

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Hartmut Pohl
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Fachbereich Informatik
Tel. 02241/865-204
E-Mail: hartmut.pohl@h-brs.de
Peter Sakal
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Fachbereich Informatik
Tel. 02241/865-275
E-Mail: peter.sakal@h-brs.de

Eva Tritschler | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-bonn-rhein-sieg.de

Weitere Berichte zu: BMBF Eingabeschnittstellen Fuzzing Modeling Sicherheitslücke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schreibgeschwindigkeit: Terahertz
25.04.2018 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Quantentechnologie für neue Bildgebung – QUILT
25.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics