Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spitzenforschung zu künftigen Internet-Diensten

01.11.2007
TU Dresden wird Partner im IT-Leuchtturmprojekt THESEUS

Die TU Dresden mit ihrer Fakultät Informatik ist seit kurzem offizieller Partner von THESEUS, einem Leuchtturmprojekt der High-Tech-Strategie der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert die Forschungsarbeiten der Universität zukünftig mit mehr als einer Million Euro.

Die Dresdner Informatiker befassen sich mit neuen Anwendungsdiensten im Internet, die auf unterschiedlichen Geräten und Systemplattformen und in den verschiedensten Kommunikationsnetzwerken ablauffähig gemacht werden sollen. So können komplexe IT-Prozesse konfiguriert werden, die vom Endverbraucher bis hin zu Business-to-Business-Services reichen.

Die Planung von Geschäftsreisen könnte auf diese Weise von der Reservierung der Sitzplatzkarte bis hin zur letzten Abrechnung vollautomatisiert stattfinden. Dabei würden bisher getrennte heterogene Systeme in ein komplexes Gesamtszenario integriert. Ein anderes Beispiel ist die Verwaltung eines komplexen Logistiknetzwerks in der Industrie, das von der Warendisposition über die flexible Auswahl von Lieferanten und Spediteuren bis hin zur Qualitätsüberwachung vereinheitlicht abgewickelt wird.

Die Professur für Rechnernetze der TU Dresden (Prof. Dr. Alexander Schill) verfolgt im Teilprojekt TEXO das Ziel, Internet-Dienste möglichst anpassungsfähig zu gestalten; so stellt etwa die gemeinsame Datennutzung in dem sehr heterogenen Gesamtsystem und die Verfügbarkeit für ganz verschiedene Benutzerschnittstellen eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig sind neue Mechanismen zu erforschen, um kurze Antwortzeiten, hohe Leistung und hinreichende Sicherheit zu gewährleisten - die so genannten nichtfunktionalen Eigenschaften.

Die Professur für Datenbanken (Prof. Dr. Wolfgang Lehner) konzentriert sich dabei auf zukünftige Techniken der strombasierten Kommunikation. So liefert ein komplexer Geschäftsprozess riesige Ströme von Informationen und Ereignissen, etwa bei jeder Buchung, jeder Bestellung oder jedem Liefervorgang. Um die resultierende Informationsflut zu beherrschen, sind neue Techniken der Filterung, Integration und Auswertung von Datenströmen zu erforschen.

Wichtige THESEUS-Projektpartner für die TU Dresden sind unter anderem die SAP AG als größter europäischer Softwarehersteller, die Siemens AG, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken, die Fraunhofer-Gesellschaft mit ihren Forschungseinrichtungen in Darmstadt und Stuttgart sowie die Technischen Universitäten in Darmstadt, Karlsruhe und München. Das Gesamtvorhaben ist mit der EU-Kommission abgestimmt und in den europäischen Gesamtrahmen eingebettet.

Informationen für Journalisten:
Prof. Dr. Alexander Schill, Tel. 0351/463-38261
E-Mail: Alexander.Schill@TU-Dresden.de
Prof. Dr. Wolfgang Lehner, Tel. 0351/463-38383
E-Mail: Wolfgang.Lehner@TU-Dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Berichte zu: Internet-Dienst Spitzenforschung THESEUS Technik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht KogniHome feiert die Wohnung der Zukunft
26.06.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblick ins geschlossene Enzym

26.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Laser – World of Photonics: Offene und flexible Montageplattform für optische Systeme

26.06.2017 | Messenachrichten

Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017

26.06.2017 | Messenachrichten