Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geometriesoftware grenzenlos - PH Schwäbisch Gmünd koordiniert EU-Projekt zu digitalen Unterrichtsmaterialien

30.10.2007
Dynamische Geometriesysteme sind aus dem Mathematikunterricht nicht mehr wegzudenken. Sie erleichtern Schülerinnen und Schülern nachweislich das Verständnis von geometrischen Zusammenhängen und Mathematiklehrern die anschauliche Vermittlung vermeintlich trockener Geometrie und die Schaffung selbstaktiver und entdeckender Lernformen.

Im Unterrichtsalltag stößt der Einsatz von Geometriesoftware schnell an Grenzen: Es existieren verschiedene und oft untereinander inkompatible Softwaresysteme, im Internet werden zahllose Unterrichtseinheiten von unterschiedlicher didaktischer und fachlicher Qualität angeboten.

Die digitalen Inhalte sind nur schwer zu finden und meist für andere Software konzipiert als die, die man selbst benutzt. Hier soll das Projekt "Intergeo - Interoperable Interactive Geometry for Europe" Abhilfe schaffen. 10 hochkarätige Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit Forschern und Entwicklern der aktuellen dynamischen Geometriesysteme aus Frankreich, Luxemburg, Spanien, den Niederlanden, Tschechien und Deutschland wollen im Laufe der nächsten drei Jahre ein europaweit gültiges Dateiformat und eine Datenbank für digitale Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich Geometrie etablieren.

Die EU unterstützt das Vorhaben mit 1,5 Millionen Euro. Koordiniert wird das Projekt von Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp, Professor für Informatik und Mediendidaktik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und Entwickler der Geometriesoftware "Cinderella". Vom 16. - 17. Oktober fand die Auftaktveranstaltung mit allen Projektpartnern in Schwäbisch Gmünd statt.

Welches Ziel hat die hochkarätige Kooperation (u.a. sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, die Universität Montpellier und die TU Eindhoven beteiligt)? Kortenkamp: "Die Wirksamkeit von softwaregestütztem Geometrieunterricht ist unter Experten mittlerweile unstrittig. Die Programme fördern die Methodenvielfalt und das bewegliche Denken. Leider ist die Akzeptanz aber noch mittelmäßig. Ziel von "Intergeo" ist es, die Hürden zu beseitigen - durch ein gemeinsames Format für Geometriesoftware (eine Art "Lingua Franca für Geometrie"), durch eine Datenbank mit Verschlagwortung und erweiterten Suchfunktionen, und durch die Klärung der Rechte."

Über eine halbe Million Lehrerinnen und Lehrer aus dem Bereich Mathematik und letztendlich mehr als 90 Millionen Schülerinnen und Schüler sollen innerhalb der Projektzeit mit pädagogisch etablierten digitalen Unterrichtsinhalten erreicht und ausgestattet werden. Zu den Inhalten zählen über 3000 in der Unterrichtspraxis getestete Konstruktionen, Übungen, Animationen und andere Lernmaterialien, welche den kompletten Bereich der Schulgeometrie abdecken. Die Projektzusammenarbeit sowie der Austausch von Daten und Informationen verläuft größtenteils virtuell über das Internet - mit Videokonferenzen bzw. verschiedenen Web-Applikationen (CMS - Content Management Systeme). Während der Projektlaufzeit sind zusätzlich sieben Regionalkonferenzen geplant - und die große Intergeo-Konferenz 2010.

Dr. Monika Becker | idw
Weitere Informationen:
http://inter2geo.eu

Weitere Berichte zu: Geometrie Geometriesoftware Geometriesysteme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie