Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationscluster "Digitale Nutzfahrzeugtechnologie" beginnt Projektarbeit

24.10.2007
Landmaschinen von heute sind softwaregesteuerte High-Tech-Konstruktionen. Sie halten auf dem Feld automatisch die Spur, tragen die Erntemengen in elektronische Karten ein und lassen sich bequem per Touch-Screen bedienen: Eine eingebettete Software steuert alle wichtigen Funktionen. Ähnliches bieten moderne LKWs, Baufahrzeuge oder Busse.

Damit die Softwaretechnik für Nutzfahrzeuge den hohen Anforderungen der Branche auch in Zukunft gerecht wird, haben sich das Fraunhofer IESE und das Fraunhofer ITWM mit namhaften Industriepartnern zum Innovationscluster für Digitale Nutzfahrzeugtechnologie zusammengeschlossen.

Nutzfahrzeuge stellen die Softwareentwickler in mehrerlei Hinsicht vor große Herausforderungen: Große Modellvielfalt, aber kleine Stückzahlen und gleichzeitig sehr hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit der mechatronisch anspruchsvollen Systeme. Ein Mähdrescher beispielsweise ist eine Großinvestition und muss in der Erntesaison rund um die Uhr zuverlässig arbeiten. Jeder noch so kurze Ausfall führt unmittelbar zu erheblichen finanziellen Einbußen für den Landwirt.

Im Mittelpunkt des Entwicklungs- und Forschungsverbunds „Innovationscluster Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ steht deshalb das Hightech-Innenleben von Nutzfahrzeugen.

Den wissenschaftlichen Kern des Innovationsclusters bilden das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE und das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. Seitens der Industrie beteiligen sich u.a. die DaimlerChrysler AG, die Volvo Group, John Deere, Robert Bosch GmbH, Haldex brake products GmbH, MB-technology GmbH sowie die Schmitz Cargobull AG.

Das Konzept der Innovationscluster hat sich auch in anderen Hochtechnologiebereichen bestens bewährt. Unter dem Motto »Erfolg durch Kooperation – Schneller von der Idee zum Produkt« hat die Fraunhofer-Gesellschaft bislang sechs Innovationscluster unterschiedlicher technologischer Ausrichtung gegründet.

Diese bilden ebenso wie der Zusammenschluss in Kaiserslautern eine Plattform für die Kooperation von Forschern und Ingenieuren aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen. Sie sind Teil des Pakts für Forschung und Innovation, den Bund und Länder 2005 mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen geschlossen haben, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschungslandschaft weiter auszubauen.

Die aktuellen Projektaktivitäten der beteiligten Fraunhofer-Institute, gemeinsam mit Firmen aus dem Bereich der Fahrzeugindustrie, bilden die Basis der durchweg praxisorientierten Arbeit des neuen Innovationsclusters.

Das Fraunhofer IESE ist im Bereich der Entwicklung und Produktionsplanung auf die Verwirklichung von Null-Fehler-Software spezialisiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1996 pflegt das Institut eine intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Herstellern und Zulieferern im Nutzfahrzeugbereich.

Das Fraunhofer IESE unterstützt diese schwerpunktmäßig dabei, die Software für unterschiedliche Fahrzeugvarianten effizient zu realisieren, die Diagnostizierbarkeit der Fahrzeuge zu verbessern sowie Softwarefehler in Steuergeräten schon vor der Serienfertigung aufzudecken.

Ralf Kalmar | IESE aktuell
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de
http://www.nutzfahrzeugcluster.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten