Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ORCHESTRA Architektur erreicht "Best Practice Status" im Open Geospatial Consortium (OGC)

19.10.2007
Die reibungslose Zusammenarbeit von IT-Systemen und IT-Diensten ist ausschlaggebend für eine effektive und schnelle Reaktion auf Naturkatastrophen. Internationale Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels.

Das europäische Forschungsprojekt ORCHESTRA hat nun einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel erreicht: Die ORCHESTRA Systemarchitektur erreichte den Status " Best Practice " im Open Geo-spatial Consortium (OGC), einer weltweit agierenden Standardisierungsorganisation für geografische Informationsdienste.

" Best Practice " bedeutet, dass das OGC die gute Anwendbarkeit der ORCHESTRA Architektur anerkennt und als Vorbild für derartige Anwendungen empfiehlt.

"Die ORCHESTRA Architektur enthält innovative Elemente, die die Einbindung neuer Konzepte wie z. B. Semantische Web-Dienste in eine überarbeitete Architektur der OGC erleichtern.", erläutert Thomas Usländer, Projektleiter im Fraunhofer IITB und Editor der ORCHESTRA Architektur-Spezifikation.

... mehr zu:
»OGC »ORCHESTRA »Open »Practice
Einige Highlights der ORCHESTRA Architektur sind:

- Sie basiert auf den grundlegenden Standards von ISO, OGC, W3C und OASIS.
- Sie ist technologieneutral und sichert damit die Einbindung in unterschiedliche Dienste-Plattformen.

- Sie ist auf das grenzüberschreitende Management von natürlichen und menschenverursachten Katastrophen anwendbar.

"Es ist das erste Mal, dass eine Software-Architektur diesen Status bei der OGC erreicht. Das wird deutliche Auswirkungen auf die Übernahme der Ergebnisse aus ORCHESTRA in den IT-Markt für Umweltrisikomanagement haben", betont José Esteban, Manager des NATURE Bereichs bei Atos Origin und Projekt-Koordinator von ORCHESTRA.

"Eine solche generische Architektur, die systematisch aus den Anforderungen der Anwender abgeleitet wurde, hat lange Zeit gefehlt. Aufgrund ihrer Plattformneutralität wird die Architektur die nächsten Zyklen neuer middleware-Technologien, die sicherlich in den nächsten Jahren kommen werden, überdauern", betont Prof. Denzer, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands, Initiator und Manager des ORCHESTRA-Architekturprojekts.

Erfolgreiche Anwendungen von ORCHESTRA laufen bereits in vielen europäischen Umwelt- und Katastrophenschutzbehörden und in Forschungszentren der EU-Kommission. Sie helfen bei der Erstellung von europaweiten Risikokarten, analysieren die Folge von Waldbränden auf das Überschwemmungsrisiko in Katalonien, untersuchen die Sensibilität der Verkehrsadern an der französisch-italienischen Mittelmeerküste auf katastrophale Naturereignisse und schätzen die ökologischen Konsequenzen des starken Schiffsverkehrs in der Deutschen Bucht ab.

Die Federführung bei der Spezifikation der ORCHESTRA-Architektur untermauert die Spitzenstellung des Fraunhofer IITB als führendes Institut für angewandte Forschung auf dem Gebiet innovativer Lösungen für Informations- und Kommunikationstechnologien im Bereich Sicherheits- und Umweltsysteme.
Das Referenzmodell der ORCHESTRA Architektur (RM-OA) und zugehörige Materialien können auf der ORCHESTRA web site unter http://www.eu-orchestra.org oder als OGC Best Practices Dokument 07-097 von http://www.opengeospatial.org/standards/bp herunter geladen werden.

Das ORCHESTRA Projekt wurde finanziert durch die Europäische Kommission, DG Information Society & Media, Unit H4 "ICT for Sustainable Growth", im 6th Rahmenprogramm für Forschung und Technologieentwicklung.

Ansprechpartner:
Dipl.-Inform. Thomas Usländer
Informationsmanagement
Fraunhofer IITB
Fraunhoferstraße 1
76131 Karlsruhe
Germany
thomas.uslaender@iitb.fraunhofer.de
Tel. +49 (0) 7 21/ 60 91-4 80

Sibylle Wirth | idw
Weitere Informationen:
http://www.eu-orchestra.org
http://www.opengeospatial.org/standards/bp
http://www.iitb.fraunhofer.de/servlet/is/11/

Weitere Berichte zu: OGC ORCHESTRA Open Practice

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie