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Potsdamer Studenten entwickeln neuartige multimediale Suchmaschine

11.10.2007
Studenten des Hasso-Plattner-Instituts an der Universität Potsdam haben eine neuartige Suchmaschine entwickelt, die in multimedialen Inhalten sucht. Ihr Ziel: E-Learning (elektronisch gestütztes Lernen) schneller, effektiver und benutzernah zu gestalten.

Das vierköpfige Team unter Prof. Christoph Meinel, gleichzeitig Direktor und Geschäftsführer des HPI, präsentierte sein Produkt auf dem "Bachelorpodium" des HPI am 11. Oktober. Zu der Veranstaltung waren rund 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen.

"Videos rücken in Form von aufgezeichneten Lehrveranstaltungen immer weiter in den Fokus des E-Learnings, sie wachsen ständig in Vielfalt und Menge", betonte Hans Hasselberg, Sprecher der Bachelorprojektgruppe. Das Projekt "Lecture Browser" helfe hier, audiovisuelle Informationen und Lerninhalte effizient zu durchsuchen und gleichzeitig eine Plattform zu schaffen, die es der lernenden Community ermögliche, interaktiv und standortunabhängig diese Inhalte zu erweitern, zu korrigieren und zu kommentieren.

"Die visuelle Komponente der menschlichen Wahrnehmung ist von enormer Bedeutung für Lernvorgänge. Das Hasso-Plattner-Institut ist sich dessen bewusst und hat mit dem tele-Task System eine richtungweisende Technologie geschaffen, die sich der 'Lecture Browser' zu Nutze macht und ergänzt", erläuterte Hasselberg.

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Mit dem "Lecture Browser" sollen Schüler wie Studenten, Lehrer wie Professoren in der Lage sein, sowohl das gesprochene Wort als auch geschriebenen Text innerhalb einer aufgezeichneten Lehrveranstaltung nach Themen oder Stichworten zu durchsuchen und mit eigenen Kommentaren zu ergänzen - ganz ohne IT-Kenntnisse. "Einer unserer Schwerpunkte war die Bedienbarkeit des Systems. Unser 'Lecture Browser' ist einerseits einfach und intuitiv, von jedermann benutzbar, bietet andererseits auch fortgeschrittene Suchmechanismen, wie es Größen wie Google oder Yahoo ebenfalls tun.", betonte Hasselberg.

Das Projekt wurde betreut von HPI-Prof. Christoph Meinel, Leiter des Fachgebiets "Internet-Technologien und Systeme", welches sich unter anderem mit der Entwicklung innovativer Internet-basierter Formen des E-Lecturing und E-Learning sowie deren Erprobung im universitären Alltag beschäftigt.

Bachelorpodium - Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Das "Bachelorpodium" des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit dem Jahr 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI ein- oder zweimal im Jahr öffentlich die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums absolviert haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang - von ihren Professoren angeleitet - größere praktische Aufgaben der Informations-technologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine Übersicht über die laufenden Projekte gibt die HPI-Internetseite

http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 420 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-web.de/bachelorpodium
http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html

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