Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rettung aus der Datenflut

25.09.2007
In Zeiten von Internet, Intranet und Datenbanken bereitet die stetig wachsende Menge an Informationen und der Mangel an effektiven Suchhilfen vielen Unternehmen immer größere Probleme. Mitarbeiter verschwenden wertvolle Arbeitszeit mit dem Durchforsten von Suchergebnissen, Projekte geraten ins Stocken, weil wesentliche Informationen fehlen und Expertenwissen verstaubt in unauffindbaren Dateien.

Der zeitliche Aufwand bei der Suche verursacht Tag für Tag unnötig hohe Kosten. Abhilfe schaffen hier neue Informations- und Kommunikationstechnologien, von denen das Fraunhofer IGD einige am 15. November 2007 auf der Veranstaltung "Semantics Day - Unternehmenssuche 2.0" in Darmstadt vorstellt.

Die richtige Information zur richtigen Zeit zu finden, kann häufig der entscheidende Wettbewerbsfaktor für ein Unternehmen sein. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Vanson Bourne verschwenden jedoch die Mitarbeiter europäischer Unternehmen im Durchschnitt 67 Minuten täglich mit der Suche nach Informationen. 54 Prozent der Befragten sehen in inkonsistenten und unvollständigen Informationen die größte Hürde für gute Entscheidungen.

68 Prozent der Entscheider in deutschen Unternehmen bemängeln die Qualität der Informationen und verlassen sich letztendlich lieber auf ihre eigene Intuition und Erfahrung.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien schaffen hier Abhilfe. Sie ermöglichen eine intelligente und verknüpfte Suche und stellen anhand von automatisch aus Businessdaten generierten Wissensnetzen kontextuelle Zusammenhänge im Unternehmen dar. So wird der Zeitaufwand für die Informationssuche erheblich verkürzt und bereits vorhandenes Wissen geht nicht verloren.

Die vom Darmstädter Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD entwickelte Software ConWeaver ist ein Beispiel für ein solches System. "Eine einzige Eingabe genügt, und das System durchsucht die unterschiedlichsten Datenquellen - nicht nur nach einem Suchbegriff, sondern auch nach dessen Übersetzungen und thematischen Zusammenhängen", erläutert Dr. Thomas Kamps, Leiter des ConWeaver Entwicklungsteams am Fraunhofer IGD.

Diese und weitere innovative Technologien der semantischen Suche werden bei der Science meets Business Veranstaltung "Unternehmenssuche 2.0 - Sturkturiert und schnell durch die Informationsflut" am 15. November 2007 im Fraunhofer IGD in Darmstadt vorgestellt. Experten aus Forschung und Industrie präsentieren neuste Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Prof. Dr. Gerd Reuter von CapGemini referiert als Keynote-Speaker über den langen Weg von der Wissensgenerierung zur Wiederverwendung. Michael Grözinger von Microsoft Deutschland GmbH zeigt in seinem Vortrag "Software plus Services" neue Lösungen auf Basis von Internet-Diensten. Wie man richtig suchen lernt, erläutern Bernd Wendt und Dirk Zimmermann von Deutsche Post World Net in ihrem Vortag "Search Illiteracy". Dr. Libo Chen von Eucita Technologies Ltd. Beijing spricht über Text Mining & Information Extraction für Unternehmen und Kamil Isik von Fresenius Medical Care berichtet über den Einsatz der Software ConWeaver bei Fresenius.

Das detaillierte Programm sowie ein Anmeldeformular zur Veranstaltung finden Sie im Internet unter http://www.conweaver.de.

Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro. Darin enthalten sind alle Tagungsunterlagen sowie ein Mittagsimbiss und Getränke. Für Studenten und Alumni des Fraunhofer IGD gilt eine reduzierte Gebühr von 75 Euro. Für Journalisten ist eine Teilnahme an der Veranstaltung selbstverständlich kostenlos, um Anmeldung wird aber gebeten.

Unternehmenssuche 2.0 - Strukturiert und schnell durch die Informationsflut
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt

Zeit: Donnerstag, 15. November 2007, 10.00 - 16.00 Uhr

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Dr. Thomas Kamps
Telefon: 0 61 51/1 55-6 51
E-Mail: thomas.kamps@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD betreibt angewandte Forschung im Bereich der graphischen Datenverarbeitung. Zu den Kernkompetenzen des Instituts gehören unter anderem Visualisierung und Simulation, Animation, Modellierung, Virtuelle und Erweiterte Realität, Sicherheitstechnologien sowie Ubiquitous Computing. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte: Den Erhalt von Semantik über den gesamten Modellierungsprozess hinweg, die Wechselwirkung von Graphik und Vision sowie die Bearbeitung bibliothekarischer Fragestellungen im Kontext dreidimensionaler Modelle. Das Anwendungsspektrum der innovativen Konzepte, Modelle und Praxislösungen reicht von Virtueller Produktentwicklung über Medizin und Verkehr bis zu Multimedialem Lernen und Training. Im Auftrag von Kunden entstehen Prototypen und Komplett-Systeme, die optimal auf deren spezifische Anforderungen abgestimmt sind. So entwickeln die dreizehn Abteilungen in Darmstadt, Rostock und Singapur neue Technologien, erstellen Studien und realisieren Anwendungen und Systeme (Hard- und Software), die sich durch hohe Benutzerakzeptanz, gute Bedienbarkeit und ergonomische Gestaltung auszeichnen. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in Industrie und Wirtschaft. Zahlreiche Ausgründungen gewährleisten, dass Prototypen schnell in marktfähige Produkte umgesetzt werden.

Das Fraunhofer IGD kooperiert eng mit der Technischen Universität Darmstadt, der Technischen Universität Graz und der Universität Rostock. Das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, gegründet 1998, sichert die Präsenz auf den Zukunftsmärkten Asiens. Das Fraunhofer IGD beschäftigt in Darmstadt und Rostock rund 140 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unterstützt durch etwa 140 wissenschaftliche Hilfskräfte. Der Etat betrug 2006 über 14 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.conweaver.de
http://www.igd.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Das Start-up inveox will Krebsdiagnosen durch Automatisierung im Labor zuverlässiger machen
15.06.2018 | Technische Universität München

nachricht Fußball durch die Augen des Computers
14.06.2018 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Event News

Munich conference on asteroid detection, tracking and defense

13.06.2018 | Event News

2nd International Baltic Earth Conference in Denmark: “The Baltic Sea region in Transition”

08.06.2018 | Event News

ISEKI_Food 2018: Conference with Holistic View of Food Production

05.06.2018 | Event News

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics