Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobiles Internet: Suchmaschinen als Schlüssel zum Erfolg

10.09.2007
Kooperationen von Google und Co. mit Mobilfunkbetreibern erwartet

Das mobile Internet, der Web-Zugriff über Handys oder Smartphones, rückt immer stärker in den Vordergrund. Nach der Trendstudie "Mobile Outlook" des Eco-Verbandes setzen 13 Prozent der befragten Experten die Aussage, dass "die meisten Verbraucher 2007/2008 mobil im Internet surfen werden", auf Platz eins: "Immer besser für das Surfen im Internet geeignete Endgeräte und die neuen Internet-Flatrates der Mobilfunkbetreiber schaffen eine höhere Akzeptanz des mobilen Internets bei den Verbrauchern.

Doch selbst Vorreiter wie Vodafone konnten bisher lediglich zehn Prozent seiner 30 Millionen Kunden für das Internet begeistern. Bis wirklich mehr als die Hälfte der 80 Millionen Handynutzer in Deutschland mobil surfen, werden sicher noch ein paar Jahre vergehen", dämpft Unternehmensberater Bernhard Steimel, Autor des Praxisleitfadens Mobile Marketing und Mitinitiator des Bonner Fachkongresses Voice Days, die Erwartungen.

Auch die unlängst vorgestellten Zahlen der Domain-Verwaltung .mobi seien noch kein belastbarer Indikator für den Nutzungsgrad. "Es sind zwar mehr als 500.000 .mobi-Domains registriert. Mit der weiteren Evolution der Browser wird die Bedeutung dieser Domains sinken, da die Nutzer nicht mehr nach speziellen mobilen Angeboten suchen müssen", weiß Steimel. "Dass diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind, ist vor allem mit Blick auf die Vergangenheit klar: Als WAP in den Jahren 1999/2000 in die Märkte gedrückt wurde, gab es auch viele Prognosen, die eine gewaltige Nutzung der mobilen Dienste voraussagten. Leider nur deckte sich das nicht mit der Realität", bestätigt Fachautor Markus Hövener in einem Beitrag für den Branchendienst Contentmanager.

... mehr zu:
»Google »Suchmaschine »WAP »Yahoo

Steimel rechnet damit, dass der Siegeszug des mobilen Internets zu einer Renaissance von WAP führen wird: "Die Zeiten, als WAP für Wait And Pay stand, sind vorbei". Die Eco-Studie geht davon aus, dass mobile Suchmaschinen die Nutzung des Internets über Mobilfunkgeräte fördern werden. "Zumindest in Deutschland haben die beiden relevanten Mobil-Suchmaschinen - Google Mobile und Yahoo! oneSearch - bislang einen strategischen Nachteil. Aktuell wird lediglich die Google-Suche vom O2-Portal verlinkt. Es ist aber zu erwarten, dass sich das ändert - vor allem, weil sowohl Google als auch Yahoo! ihre Mobil-Suchmaschinen aktiv vermarkten und den Netzbetreibern vor allem eins bringen können: Einnahmen aus Werbung", so Hövener.

Spätestens im nächsten Jahr werden nach Ansicht von Steimel zumindest T-Mobile, Vodafone und O2 Kooperationen mit Google oder Yahoo! eingegangen sein. "An die mobilen Bedürfnisse angepasste Suchmaschinen sind der Schlüssel für das mobile Internet und bieten wie im 'stationären' Internet die spannendsten Refinanzierungsmöglichkeiten. Davon wollen die Provider natürlich profitieren - und schmieden Allianzen mit den Suchmaschinenanbietern", sagt Steimel gegenüber pressetext. Mobile Suchfunktionen müssten aber andere Anforderungen erfüllen: "Neben einem enger gefassten Such-Algorithmus für relevante Ergebnisse geht es vor allen Dingen um die Einbindung von lokalen Informationen, Suchhistorien und Nutzerprofilen. Suchmaschinen, die eine Lokalisierung und Personalisierung leisten, bieten der werbetreibenden Wirtschaft spannende Perspektiven", resümiert Steimel.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.eco.de
http://www.voicedays.de
http://www.contentmanager.de

Weitere Berichte zu: Google Suchmaschine WAP Yahoo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie