Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wasserzeichen für das mobile Fernsehen

24.08.2007
Auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin präsentieren Wissenschaflter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT Videowasserzeichen zum Schutz der Produktionskette mobiler Inhalte.

Menschen nutzen Handys viel aktiver als Fernsehen oder Radio. Um das Handy-Fernsehen der Zukunft attraktiver zu gestalten, wollen Programm-Macher auch interaktive Inhalte anbieten.

Dafür werden herkömmliche Sendungen entsprechend veredelt: Die Sender geben ihr TV-Material vor der Ausstrahlung an externe Dienstleister weiter, die das Material bearbeiten und Zusatzinformationen einpflegen. Damit die Sendungen vor der Erstausstrahlung nicht im Internet veröffentlicht werden, bedarf es eines besonderen Schutzes.

Den hat das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT im porTiVity-Projekt entwickelt: ein robustes Video-Wasserzeichen, mit dem sich TV-Material dauerhaft markieren lässt, ohne die Bearbeitung zu behindern. Taucht eine auf diese Weise geschützte Sendung verfrüht im Internet auf, können die Sender mit Hilfe des Wasserzeichens die undichte Stelle in der Produktionskette ausfindig machen. Erste Ergebnisse präsentieren Fraunhofer-Forscher vom 31. August bis zum 5. September auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin im Technisch Wissenschaftlichen Forum am WiMAC & porTiVity Gemeinschaftsstand (Halle 5.3/4).

"Erfahrungen in früheren Projekten haben gezeigt, dass Zuschauer, die Fernsehen mit Handy oder PDA empfangen, gerne aktiv in die Sendungen eingreifen möchten", sagt Patrick Wolf vom Fraunhofer SIT. Im porTiVity-Projekt wird deshalb ein Rich Media iTV-System für mobiles Fernsehen entwickelt, bei dem der Zuschauer direkt Objekte im Bild aufrufen kann. "Bei einer Fußballübertragung könnten sich Zuschauer zum Beispiel per Klick auf einen Spieler dessen Torschuss- und Vorlagenstatistik anzeigen lassen", sagt Wolf. "In diesem Fall erhält der Zuschauer dann also zusätzliche, optionale Inhalte. Programm-Macher können die Zusatzinfos aber auch für interaktive Gewinnspiele oder Edutainment-Formate nutzen."

Zudem liefert porTIVity ein Authoring-System, das es Produzenten von Mobil-TV erlaubt, bewegte Objekte nachzuverfolgen (Object Tracking). Diese markierten Objekte lassen sich mit Zusatzinformationen verbinden, die bei einem Klick auf das Objekt erscheinen. Die Zusatzinformationen werden zusammen mit den Videodateien im Austauschformat MXF verpackt und als Rich Media Content an das Sendezentrum übermittelt. Dort wird das Signal aufbereitet und ausgestrahlt. Am mobilen Empfangsgerät kommt dann ein spezielles MPEG-4-Video an, das sowohl das Hauptprogramm als auch die interaktiven Elemente enthält.

Oliver Küch | idw
Weitere Informationen:
http://www.sit.fraunhofer.de
http://www.portivity.org

Weitere Berichte zu: Handy Klick Wasserzeichen Zusatzinformationen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften