Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Theseus - Semantische Technologien für die digitale Zukunft

27.07.2007
Fraunhofer IDMT ist einer von 31 Partnern im BMWi-Forschungsprogramm

Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie ist Partner im IT-Forschungsprogramm Theseus, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit 90 Mio. Euro gefördert wird. Neben den Kompetenzen bei der Analyse von multimedialen Daten wird das Ilmenauer Forschungsinstitut vor allem seine Expertise in der Evaluation und Qualitätsbeurteilung von Basistechnologien im Audio-, Video- und Multimediabereich einbringen. Nach der am 19. Juli erfolgten Notifizierung durch die Europäische Union kann der Startschuss für Theseus nunmehr erfolgen.

Das Finden sowie das automatische sinnhafte Verknüpfen von Daten und Informationen jeglicher Art im Internet ist noch immer problematisch. Im Fokus von Theseus steht die Entwicklung und Erprobung von Basistechnologien, Standards und Anwendungen, die die inhaltliche Bedeutung von Informationen (Wörter, Bilder, Töne) erkennen und einordnen können. So kann mit Hilfe von Computerprogrammen nachvollzogen werden, in welchem Kontext Daten genutzt und verarbeitet werden. Darüber hinaus können Computer durch Anwendung von Regeln und Ordnungsprinzipien aus den Inhalten logische Schlüsse ziehen und selbständig Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Informationen aus mehreren Quellen erkennen und herstellen.

Die Aufgabe des Fraunhofer IDMT wird vor allem sein, die in Theseus entwickelten Technologien - zum Beispiel Sprach- und Bilderkennung, Nutzerschnittstellen sowie die automatische Zuordnung von Metadaten - in Hinsicht auf ihre Qualität zu beurteilen und zu bewerten.

Institutsleiter Prof. Karlheinz Brandenburg äußert sich begeistert über das Zustandekommen des Projekts: "Wir freuen uns darauf, loslegen zu können. Spannend dabei ist vor allem, dass Theseus einen Baukasten voll mit semantischen Technologien und Standards für die Suche, Aufbereitung und Verknüpfung von Multimedia-Informationen im Internet bereitstellt. Damit werden Grundlagen für vielfältige Anwendungen geschaffen. Dass das Vorhaben von der Bundesregierung und der Wirtschaft zu gleichen Teilen finanziert wird, schafft optimale Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Informationstechnologie."

Zu den Basistechnologien des Thesus-Projekts gehören unter anderem Funktionen zur automatisierten Erzeugung von Metadaten für Audio-, Video-, 3D- und Bilddateien und Mechanismen für die semantische Verarbeitung. Darüber hinaus entwickeln die Forschungspartner neue Methoden des maschinellen Lernens und der situationsbewussten Dialogverarbeitung. In dieser neuen semantischen Infrastruktur werden auch Unternehmen künftig effizienter mit anderen Unternehmen bzw. zielgenauer mit ihren Kunden sowie Konsumenten kommunizieren können.

Henning Köhler | idw
Weitere Informationen:
http://www.theseus-programm.de/

Weitere Berichte zu: Basistechnologie Metadaten THESEUS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE