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Augen-Check verhindert Erblindung bei Diabetes

13.06.2007
Mit einer flächendeckenden Untersuchung aller Diabetes-Patienten wollen die schottischen Gesundheitsbehörden eine Folgeerkrankung eindämmen, die unbehandelt zur Erblindung führt.

Um die rund 300.000 Betroffenen zu Terminen in regionale Screeningzentren einzubestellen und die Befunde auszuwerten, wird eine Software von Siemens eingesetzt, wie das Forschungs­magazin Pictures of the Future in der neuen Ausgabe berichtet.

Bei Diabetes Typ-II verändern sich aufgrund der Stoffwechselstörungen innerhalb einiger Jahre die kleinen Blutgefäße im Körper. Wunden heilen daher schlechter, Herz-Kreislauf-Probleme treten auf, und am Auge ist die Netzhaut betroffen. Diese diabetische Retinopathie schreitet schleichend voran und endet mit der Erblindung des Patienten. Durch eine regelmäßige Untersuchung des Augenhintergrunds wird die Krankheit indes rechtzeitig erkannt und kann beispielsweise durch eine Laserbehandlung der Gefäße bei bis zu 70 Prozent der Betroffenen in Schach gehalten werden. Eine Studie im Auftrag der schottischen Regierung kommt zudem zu der Einschätzung, dass so die Kosten für die Betreuung und Behandlung der Patienten um 43 Prozent gesenkt werden können.

Da Diabetes als klassische Zivilisationskrankheit in den nächsten Jahren stark zunehmen wird, gewinnt die Prävention für das Gesundheitssystem immer größere Bedeutung. Schottland übernimmt hier mit der systematischen, jährlichen Augenuntersuchung der Diabetes-Patienten eine Vorreiterrolle. Inzwischen haben nahezu alle Patienten die Untersuchung einmal durchlaufen. Sie kommen dazu in regionale Augenzentren, wo speziell geschultes Personal ihre Netzhäute mit Kameras aufnimmt.

Für sämtliche Arbeitsabläufe, von den Serienbriefen zur Terminvereinbarung, der Bildaufnahme bis zur Befundung wird die Siemens-Software Soarian Integrated Care eingesetzt. Die Daten werden von den Augenzentren zu einem zentralen Server überspielt und mit dem staatlichen Gesundheitsregister synchronisiert. Entdecken die Ärzte Unregelmäßigkeiten, können sie die Patienten rechtzeitig behandeln. (IN 2007.06.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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