Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmenswissen - effizient, semantisch, strukturiert

11.06.2007
Kundendatenbanken, Lieferantendatenbanken, Expertendatenbanken, Textdokumente... Die Liste der Quellen, in denen Wissen in Unternehmen gespeichert ist, ließe sich beliebig lange fortsetzen. Übergreifende Suchsysteme fehlen bislang.

Für die Mitarbeiter ist es somit fast unmöglich, einen genauen Überblick über alle vorhandenen Daten zu einem bestimmten Thema bekommen. Und bei der Bearbeitung von Projekten entstehen durch die aufwändige Suche nach relevanten Fakten immense zusätzliche Kosten.

Fraunhofer-Wissenschaftler haben eine Lösung für dieses Problem entwickelt, die mittlerweile Marktreife erreicht hat: ConWeaver. ConWeaver erlaubt eine effiziente, systemübergreifende, semantische Suche und erleichtert so das Management von Unternehmenswissen erheblich.

Mitarbeiter verschwenden oft wertvolle Arbeitszeit mit dem Durchforsten von Suchergebnissen, Projekte geraten ins Stocken, weil wichtige Ansprechpartner nicht aus den Dokumenten hervorgehen und Expertenwissen verstaubt ungenutzt in Dateien, die schlicht und einfach nicht gefunden wurden.

Die unstrukturierte Suche nach Informationen kostet nicht nur Zeit, sie verursacht dem Unternehmen auch unnötige Kosten. Die Software ConWeaver setzt dem ein Ende. Eine einzige Eingabe genügt und die Software durchsucht alle verschiedenen Datenquellen eines Unternehmens. Dabei bezieht ConWeaver nicht nur den vom Nutzer eingegebenen Begriff in die Suche ein, sondern auch dessen Übersetzung in andere Sprachen sowie thematische Zusammenhänge. Zudem erzeugt die Software aus den Unternehmensdaten automatisch ein semantisches Wissensnetz. Die darin enthaltenen Datenverknüpfungen ermöglichen es, nach der Bedeutung eines Wortes zu suchen.

So erkennt ConWeaver beispielsweise selbstständig, dass das Wort "Kunde" in der Vertriebsdatenbank gleichbedeutend ist mit dem Wort "customer" im E-Mail-Archiv und "Auftraggeber" in der Projektdokumentation. "Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen erzeugt ConWeaver einen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichsten Datenformaten. Dadurch kann die Software sowohl unstrukturierte als auch strukturierte Informationsquellen effizient absuchen", erläutert Dr. Thomas Kamps, Leiter des ConWeaver-Teams am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt.

Durch die Kombination verschiedener Module, so genannter Workflows, können die Fraunhofer-Forscher ConWeaver gezielt an die Bedürfnisse des Unternehmens anpassen. Dies möchte sich in Zukunft auch der Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care zu Nutze machen. Das weltweit führende Unternehmen für Dienstleistungen und Produkte für Menschen mit chronischem Nierenversagen wird ConWeaver einsetzen, um eine semantische Suche im Bereich internationales Controlling umzusetzen.

Beim Science meets Business Workshop "Unternehmenssuche 2.0 - Strukturiert und schnell durch die Informationsflut" am 22. Mai 2007 im Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD hat sich Kamil Isik, Senior Manager Portals & Collaboration bei Fresenius Medical Care, noch einmal einen Überblick über aktuelle Systeme zur Informationsstrukturierung und -suche verschafft. "Die Veranstaltung gab einen interessanten Überblick über unterschiedlichste Möglichkeiten zur Wissensstrukturierung und Informationssuche in Unternehmen. Mit ConWeaver glauben wir nach langer Suche endlich das System gefunden zu haben, das unsere hohen Anforderungen wirklich erfüllen kann. Besonders wichtig ist es, dass individuelle Bedürfnisse unseres Unternehmens berücksichtigt werden, ohne die Menschen, die diese Daten produzieren, "umerziehen" zu müssen. Dies wird uns nicht gelingen können", so Kamil Isik.

"Im internationalen Controlling fallen Daten in den unterschiedlichsten Formaten an. Die Suche nach den richtigen Informationen ist somit außergewöhnlich aufwändig und unwirtschaftlich. Die Daten intelligent miteinander zu verbinden, gleichzeitig in den verschiedenen Quellen suchen zu können und das auch noch in verschiedenen Sprachen abzurufen wird uns die Arbeit erheblich erleichtern."

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.conweaver.de
http://www.igd.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: ConWeaver Graphische Datenverarbeitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Lemgoer Forscher entwickeln Intelligente Assistenzsysteme für mobile Anwendungen in der Industrie
25.07.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

nachricht Neue Anwendungsszenarien für Industrie 4.0 entwickelt
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie