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Sicherer Datenbankabgleich nun auch zwischen entkoppelten Netzwerken

05.03.2007
Vier Bachelor-Absolventen des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben eine neuartige Softwarelösung entwickelt, die selbst bei physikalisch getrennten Rechner-Netzwerken einen automatischen Datenbankabgleich ermöglicht.

Dafür erweiterten sie die Funktionen der patentierten Hochsicherheitsschleuse "Lock-Keeper". Ihre Entwicklung stellten sie auf dem "Bachelorpodium" des HPI vor, zu dem gut 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren.

Die vom Bereich "Civil and National Security" der Siemens AG Schweiz vertriebene Schleusenlösung ermöglichte bislang - trotz Entkopplung von Netzen aus Sicherheitsgründen - schon den Transfer von Dateien und E-Mails sowie die Nutzung von Web Services. "Damit der Lock-Keeper auch Datenbankabgleich zulässt, haben wir ein spezielles Nachrichtenaustausch-System entwickelt und eingebaut", berichtete Sebastian Roschke, Sprecher der Bachelorprojektgruppe. Wie er betonte, ist der Abgleich sogar zwischen Datenbanksystemen unterschiedlicher Art möglich. Unterstützt werden beispielsweise die Systeme Oracle, DB2, MS SQL, MySQL, MaxDB und PostgreSQL.

"Mit dieser Entwicklung reagiert unser Institut auf die stetig wachsenden Anforderungen von Politik und Wirtschaft an hoch sichere IT-Systeme", erläuterte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel, der das Bachelorprojekt an seinem Fachgebiet "Internet-Technologien und -Systeme" betreut hatte. Die neue Lösung ermöglicht es zum Beispiel, sensible Informationen zwischen großen Datenspeichern auch dann abzugleichen, wenn die Kommunikation über potenziell unsichere Netzwerke erfolgen muss. "Anwendungsbereiche für den erweiterten Lock-Keeper sind dort, wo große Flexibilität und hohe Sicherheit erforderlich sind, wie zum Beispiel im Bereich E-Government, E-Business und Finanzdienstleistungen", betonte Prof. Meinel.

Bachelorpodium - Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Das "Bachelorpodium" des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit dem Jahr 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI einmal im Jahr öffentlich die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums abgeschlossen haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang - von ihren Professoren angeleitet - größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine Übersicht über die laufenden Projekte gibt die HPI-Internetseite http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 360 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi-web.de
http://www.hpi.uni-potsdam.de/lehre/studienprojekte/bachelorprojekte.html

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