Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3-D-Wasserzeichen - Daten unter Kontrolle

20.02.2007
Im Zuge des Projekts GEOMARK haben die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD eines der weltweit ersten Systeme für digitale Wasserzeichen in dreidimensionalen Geometriedaten entwickelt.

Ein neuer Algorithmus für digitale Wasserzeichen in NURBS-basierten Modellen schützt jetzt auch digitale CAD-Modelle, wie sie im Automobil-, Flugzeug- und Schiffsbau verwendet werden. Dieses neue System wird auf der CeBIT 2007 vom 15. bis 21. März in Halle 9, Stand B36 vorgestellt.

Sind Ihre digitalen Daten vor Diebstahl und Missbrauch sicher? Können Sie die Verteilwege sowie die Identität der Empfänger Ihrer Daten nachvollziehen und kontrollieren? Viele Unternehmen stehen schon lange vor diesem Problem, das sich auch zunehmend für dreidimensionale digitale Modelle stellt.

Neben den nicht mehr wegzudenkenden Vorteilen der einfachen und schnellen Handhabung und Bearbeitung bringen digitale Daten auch massive Sicherheitsprobleme mit sich: Unerwünschte Manipulation, Verlust und Diebstahl digitaler Daten sind gerade auch in Firmennetzwerken an der Tagesordnung. Eine Möglichkeit zur Verfolgung der Verteilwege digitaler Daten ist die Integration digitaler Wasserzeichen. Dabei werden die Daten so mit spezifischer Zusatzinformation versehen, dass sie jederzeit identifiziert werden können. Gleichzeitig ist das digitale Wasserzeichen für den Nutzer der Daten nicht wahrnehmbar. Das Wasserzeichen lässt sich mittels eines geheimen Schlüssels auslesen, der nur dem Urheber und anderen autorisierten Benutzern bekannt ist.

Während sich die Forschung im Bereich der digitalen Wasserzeichen bisher vorwiegend auf Bild-, Musik- und Videodaten beschränkt hat, konzentriert sich die Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD seit einigen Jahren auf die Entwicklung digitaler Wasserzeichen zur Verfolgung und Kontrolle der Verteilwege von CAD-Daten.

Die Lösung des Fraunhofer IGD für digitale Wasserzeichen in CAD-Modellen unterstützt zurzeit die beiden wichtigsten Datentypen in diesem Bereich: NURBS- und Polygon-Modelle. Hochqualitative NURBS-basierte Modelle werden in der Konstruktions- und Designphase erzeugt und in der Produktion verwendet, während Polygonmodelle oft in Visualisierungen und Simulationen, neuerdings aber auch als Illustrationen in PDF-Dokumenten zum Einsatz kommen. Das Verfahren für NURBS-basierte Modelle bietet optional einen reversiblen Modus an: Ein autorisierter Benutzer kann nach Eingabe eines geheimen Schlüssels das digitale Wasserzeichen aus dem Modell entfernen. Diese Option ist insbesondere für Produktionsumgebungen interessant, in denen das digitale Wasserzeichen unmittelbar vor der Produktion des Teils, beispielsweise in einer CNC-Maschine, wieder aus dem Modell entfernt werden kann.

Auf der CeBIT präsentieren die Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD die aktuellen Projektergebnisse am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 9, Stand B36.

Weitergehende Informationen über digitale Wasserzeichen in CAD-Modellen und die Lösungen der Abteilung Sicherheitstechnologie des Fraunhofer IGD erhalten Sie auch im Internet unter: http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a8.

Ansprechpartner:
Alexander Nouak
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme
Telefon: 0 61 51/1 55-1 47
Fax: 0 61 51/1 55-4 99
E-Mail: alexander.nouak@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Weitere Informationen:
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a8 - Die Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a8

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit