Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Durchbruch bei Speicherdichte mit Nanotechnik

23.01.2007
Strukturierte Magnetscheibe ermöglicht ein Terabit pro Quadratzoll

Der Elektronikhersteller Fujitsu hat einen Durchbruch in der magnetischen Speichertechnologie bekannt gegeben. Auf Basis der "patterned media" genannten Technologie ist es gelungen, den Datenbereich auf der Magnetscheibe des Prototypen mit 25 Nanometer großen Vertiefungen zu strukturieren. Dadurch soll künftig eine Datendichte von einem Terabit pro Quadratzoll erreicht werden. Derzeit weisen herkömmliche Festplatten eine Datendichte von 400 Gigabit pro Quadratzoll auf. Mit dieser Technik sollen vor allem kleinere Formfaktoren der Harddisks ermöglicht werden.

Bislang besteht die Magnetschicht der Harddisk aus Partikeln, die sich nach der unterschiedlichen Polarität zu magnetischen Inseln verbinden und Bits speichern. In konventionellen Laufwerken berühren sich die Bits gegenseitig. Verkleinert man die magnetisierten Partikel innerhalb der Bits, kann dies zu Datenverfälschung führen. Die Herangehensweise der Techniker ist nun, die Größe dieser magnetischen Inseln und deren Abgrenzung zueinander zu definieren. Durch die per Laser auf die Magnetscheibe aufgebrachte Struktur soll dies ermöglicht werden. Bei den strukturierten Medien sind die Bits voneinander getrennt und kleiner, damit das Risiko von Datenzerstörung reduziert wird. Für die Miniaturisierung der Festplatten stelle diese Technik einen weiteren Meilenstein dar, so Fujitsu in einer entsprechenden Aussendung.

Patterned Media basiert auf der im November 2006 präsentierten Technologie namens "Thermal Assisted Magnetic Recording" (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061130044 ). Bereits im Juni 2005 gab Fujitsu erste Forschungsergebnisse mit Patterned Media Recording bekannt. Seinerzeit wurden erstmals Aluminiummedien mit Hilfe der Pre-Pit-Technik bearbeitet, wodurch Nano-Lochmuster mit extrem hoher Dichte und geordneten Strukturen erzielt werden konnten. Eine Methode namens Land/Groove-Strukturierung erlaubt zusätzlich die Erzeugung von diskreten Spuren, in welche die Nano-Lochmuster geformt werden können. Diese Fortschritte in der Patterned Media Technologie dienen als Grundlage zur Entwicklung von Festplatten mit hohen Speicherkapazitäten und kleinerem Formfaktor.

Sowohl in Unternehmen als auch im Mobil-Bereich wachse die Nachfrage nach Festplatten mit hohen Kapazitäten und kleinem Formfaktor. Hersteller von Datenbankservern und NAS- beziehungsweise SAN-Systemen fragen Modelle nach, die höhere Speicherkapazitäten aufweisen, dabei aber weniger Energie benötigen und weniger Hitze ausstrahlen. Die Hersteller von Unterhaltungselektronik und Notebooks zeigen großes Interesse an diesen neuen HDD-Technologien, um den Bedarf des Marktes an flachen Hochleistungsprodukten erfüllen zu können.

Andreas List | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.fujitsu.com/us

Weitere Berichte zu: Bit Festplatte Formfaktor Magnetscheibe Quadratzoll

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vom Gehirn zur Robotik: Algorithmen verarbeiten Sensordaten wie das Gehirn
25.09.2017 | Universität Ulm

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die schnellste lichtgetriebene Stromquelle der Welt

Die Stromregelung ist eine der wichtigsten Komponenten moderner Elektronik, denn über schnell angesteuerte Elektronenströme werden Daten und Signale übertragen. Die Ansprüche an die Schnelligkeit der Datenübertragung wachsen dabei beständig. In eine ganz neue Dimension der schnellen Stromregelung sind nun Wissenschaftler der Lehrstühle für Laserphysik und Angewandte Physik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) vorgedrungen. Ihnen ist es gelungen, im „Wundermaterial“ Graphen Elektronenströme innerhalb von einer Femtosekunde in die gewünschte Richtung zu lenken – eine Femtosekunde entspricht dabei dem millionsten Teil einer milliardstel Sekunde.

Der Trick: die Elektronen werden von einer einzigen Schwingung eines Lichtpulses angetrieben. Damit können sie den Vorgang um mehr als das Tausendfache im...

Im Focus: The fastest light-driven current source

Controlling electronic current is essential to modern electronics, as data and signals are transferred by streams of electrons which are controlled at high speed. Demands on transmission speeds are also increasing as technology develops. Scientists from the Chair of Laser Physics and the Chair of Applied Physics at Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) have succeeded in switching on a current with a desired direction in graphene using a single laser pulse within a femtosecond ¬¬ – a femtosecond corresponds to the millionth part of a billionth of a second. This is more than a thousand times faster compared to the most efficient transistors today.

Graphene is up to the job

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Im Spannungsfeld von Biologie und Modellierung

26.09.2017 | Veranstaltungen

Archaeopteryx, Klimawandel und Zugvögel: Deutsche Ornithologen-Gesellschaft tagt an der Uni Halle

26.09.2017 | Veranstaltungen

Unsere Arbeitswelt von morgen – Polarisierendes Thema beim 7. Unternehmertag der HNEE

26.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland

26.09.2017 | Verkehr Logistik

Nerven steuern die Bakterienbesiedlung des Körpers

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit künstlicher Intelligenz zum chemischen Fingerabdruck

26.09.2017 | Biowissenschaften Chemie