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Neue Version der Finite-Elemente-Software für Gießerei-Prozesse

09.01.2007
Die neue Software ProCAST 2006 des französischen Unternehmens ESI Group simuliert Verfahren in Gießereien

Im Vergleich zur Vorgängerversion hat die Version 2006 neue zusätzliche Funktionen zur schnelleren und einfacheren Generierung von FEM-Netzen und zur Einbindung von prozesstechnischen Variablen. Desweiteren wurde die Leistungsfähigkeit der Berechnungs-Solver nochmals gesteigert.

Zu den Produktfeatures von ProCAST gehören die automatische Erzeugung von FEM-Netzen, die Analyse von thermischen Vorgängen einschließlich Strahlungs-effekten beim Feinguß sowie die Berechnung und Darstellung der Fließfronten beim Füllen der Gießform. ProCAST bietet eine vollständige Kopplung der Thermischen-, Füllungs- und Spannungs-Analyse. Zusätzlich gibt es in ProCAST weitere metallurgische Berechnungs-Optionen.

ProCAST 2006 kann zudem das Phänomen der Graphitausdehnung in Gusseisen-Werkstoffen mit Kugelgraphit berücksichtigen und dadurch die Porosität exakter vorhersagen. Die Bildung von Graphitnestern während des Erstarrens bewirkt in diesem speziellen Werkstoff eine Volumenvergrößerung und führt somit zu zusätzlicher Gefahr von Porosität. Die Eigenschaft von ProCAST 2006, Mikrostruktur-Berechnungen mit Porositäts-Berechnungen zu koppeln, bietet der Gusseisen-Industrie neue Möglichkeiten und Vorteile.

Die Einführung von ProCAST 2006 bedeutet einen großen Fortschritt: Waren früher zur Generierung der FEM-Netze Stunden nötig, erfolgt dieser Schritt bei der neuen Version innerhalb von Minuten. Grundlage dieser Verbesserung ist GeoMESH, ein Vernetzungs-Tool der ESI Group zum Analysieren, Bereinigen und Optimieren von CAD- Geometrien. GeoMESH bietet zusätzlich Schnittstellen zu den wichtigsten industriellen 3D CAD-Systemen.

Bereits die Vorgänger-Version von ProCAST war in der Lage, die Füll- und Erstarrungs-Vorgänge auf mehreren Prozessoren parallel zu berechnen. In der neuen Version ist nun zusätzlich das Spannungsmodul parallelisiert. Dadurch lässt sich der gesamte Gießprozeß innerhalb von Stunden simulieren.

“Mit ProCAST 2006 bietet die ESI Group der Gießerei-Industrie eine Software mit folgenden Eigenschaften: Die Software entspricht dem Stand der Technik und ermöglicht es den Anwendern, Füll-Vorgänge, Erstarrungs-Vorgänge und Berechnung von Spannungen, Porosität und Gefüge miteinander zu verknüpfen. Andererseits ermöglicht es die Software, über Nacht auch die komplexesten Prozesse zu simulieren, so daß Gießereien mehrere Formkonstruktionen bei verringertem Zeitaufwand simulieren können", erklärt Marco Gremaud, Casting Solutions Product Manager der ESI Group.

Software der ESI Group zur Simulation von Gießerei-Prozessen: Die Simulation von Gießverfahren ist heute als wichtiges Hilfsmittel zum Entwickeln von Bauteilen und Prozessen anerkannt - mit dem Ziel die Qualität zu verbessern und die Produktperformance zu steigern. Das Portfolio der ESI Group für die Simulation von Gießprozessen umfasst die Software-Pakete ProCAST, CALCOSOFT und PAM-QUIKCAST.

ProCAST ist die auf dem Markt führende FEM-Software zum Simulieren von Gießprozessen; CALCOSOFT ist zum schnellen und effektiven Modellieren von Stranggießprozessen vorgesehen; PAM- QUIKCAST ist eine Finite-Differenzen-Software zur Simulation von formgebundenen Gießprozessen.

Die Software ProCAST 2005 wurde von Frost & Sullivan mit der Auszeichnung "European Technology Leadership of the Year" ausgezeichnet.

Hintergrund ESI Group:

Die ESI Group entwickelt Simulations-Software. Das Unternehmen leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit und gehört heute zu den weltweit führenden Anbietern von Programmen, die unter Berücksichtigung von physikalischen Werkstoffeigenschaften die Prototypen-Herstellung und industrielle Fertigungsverfahren simulieren. Die ESI Group hat verschiedenene Softwarepakete entwickelt, welche miteinander verknüpft werden können. Dadurch können realitätsnah das Verhalten von Produkten bei Versuchen simuliert, Fertigungsverfahren entsprechend den verlangten Eigenschaften zur Anwendungsreife gebracht und die Auswirkung des Umfeldes auf die Nutzung bewertet werden. Die industriell bereits erprobten und in die Wertschöpfungskette zahlreicher Branchen integrierten Produkte sind eine einzigartige Lösung in der virtuellen Ingenieurtechnik, dem Virtual Try-Out Space oder VTOS, und ermöglichen es, die virtuelle Prototypenfertigung kontinuierlich und in Zusammenarbeit zu verbessern. Mit diesem integrierten Protokoll ist es einem Unternehmen möglich, mit jedem anderen zusammenzuarbeiten sowie mit Anwendungsmöglichkeiten zu nutzen, die von unabhängigen Software-Anbietern entwickelt wurden.

Die VTOS-Lösungen reduzieren beträchtlich Kosten und Entwicklungszeiten und bringen große Wettbewerbsvorteile mit sich, da die Herstellung von physischen Prototypen zunehmend entfällt. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2005 einen Umsatz von etwa 62,2 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 550 hochqualifizierte Spezialisten in einem weltweit mehr als 30 Länder abdeckenden Netz. Die ESI Group ist auf der Eurolist compartment C von Euronext Paris aufgeführt.

Virtual Try-Out Space® und VTOS® sind Schutzmarken der ESI Group. Alle anderen erwähnten Produkte, Namen oder Firmen sind Marken oder Schutzmarkern der jeweiligen Eigentümer.

Kontakt:
ESI Group
Nathalie David-Franc
Tel.: +33 1 41 73 58 35
E-Mail: nathalie.david-franc@esi-group.com

Pressekontakt:
FIZIT - Französisches Informationszentrum für Industrie und Technik
- Das deutsche Pressebüro von UBIFRANCE -
Martin Winder, Leiter des Pressebüros
c/o Französische Botschaft
Königsallee 53-55
40212 Düsseldorf
Tel.: +49 211 30041-360
Fax: +49 211 30041-116
E-Mail: m.winder@fizit.de

Martin Winder | FIZIT
Weitere Informationen:
http://www.esi-group.com
http://www.fizit.de

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