Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Radar für Gebäude- und Bodycheck

08.01.2007
Die Ultra-Breitband-Technologie soll genutzt werden, um vermisste Menschen oder nicht identifizierte Objekte aufzuspüren. Ein europäisches Konsortium entwickelt hierzu marktfähige Hard- und Softwaresysteme für hochauflösende und ultra-hochauflösende Funkmesstechnik, die eine Detektion durch Kleidung und Wände hindurch möglich macht. Die Forschung im EU-Projekt RADIOTECT koordinieren die TU Ilmenau und die Firma Crabbe Consulting Ltd. Erfurt.

Die Ultra-Breitband-Technik (UWB) bietet ein großes Potenzial in der Sensortechnik. UWB-Sensoren nutzen die Eigenschaften elektromagnetischer Felder mit extrem großer Bandbreite. Mit ihnen lassen sich Informationen über den Zustand ihrer Umgebung zerstörungsfrei, berührungslos und mit höchster Auflösung gewinnen. Je nach Anwendung und Auslegung der Sensoren umfassen diese Informationen geometrische Größen oder/und stoffliche Eigenschaften bzw. daraus ableitbare Messwerte.

UWB-Radar-Sensoren dienen zur hochauflösenden Positionsbestimmung und Objekterkennung im Nahbereich, als Georadar und zur Impedanzspektroskopie (Verfahren zur zerstörungsfreien Zustandsbestimmung in unterschiedlichen Bereichen von Technik, Grundlagenforschung und Medizin).

Einsatzfelder derartiger Sensoren finden sich u.a. in der Bauindustrie, Baustoffindustrie, Lebensmittelindustrie, Landwirtschaft, Biotechnologie, Medizin, im Umweltschutz, bei der Produktionsüberwachung und -kontrolle, in der Überwachungs- und Sicherheitstechnik, Verkehrs- und Fahrzeugtechnik und auch zur sogenannten humanitären Minensuche.

Die von der TU Ilmenau bei RADIOTECT zu bearbeitende wissenschaftlich-technische Aufgabenstellung besteht in der Erforschung und Entwicklung einer neuen UWB-Radarelektronik. Diese Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit der Firma MEODAT GmbH Ilmenau.

Dem Projekt RADIOTECT gingen die Projekte DEMINE und DEMAND des 4. und 5. Forschungsrahmenprogramms voraus, die ebenfalls von der TU Ilmenau koordiniert wurden. Im Rahmen dieser Projekte wurden neuartige Georadargeräte entwickelt und mit Metalldetektoren und Biosensoren über eine Datenfusion kombiniert. Durch die gemeinsamen Forschungen entstanden enge Kooperationen zu Hightech-Unternehmen und Instituten aus Schweden, Großbritannien, Belgien, Österreich, Italien, Spanien sowie zu Thüringer Unternehmen. Entwicklungen aus diesen Projekten wurden erfolgreich bei der Minensuche in Afrika (Angola) eingesetzt.

Das Forschungsprojekt RADIOTECT (Ultra wideband radio application for localisation of hidden people and detection of unauthorised objects) wird im 6. EU-Forschungsrahmenprogramms mit einer Laufzeit von 24 Monaten gefördert. Zu den 10 Partnern aus sechs EU-Ländern gehören die TU Ilmenau, die Vrije Universität Brüssel, die Technische Universität Delft und die Technische Universität Kosice sowie Unternehmen aus Litauen, der Slowakei, Schweden und Deutschland.

Die geplanten Kosten des Projekts betragen 2,3 Mio. Euro, der EU-Beitrag beläuft sich dabei auf insgesamt 1,58 Mio. Euro.

Am 9. und 10. Januar 2007 findet an der TU Ilmenau das Kick-off Meeting zum Projektstart statt. Bei diesem ersten gemeinsamen Treffen werden die Partner alle Arbeitspakete und vereinbarten Ergebnisse abstimmen und die detaillierten Aufgaben für die nächsten sechs Monate festlegen.

Kontakt/Information:

Technische Universität Ilmenau,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
FG Elektronische Messtechnik
Dr.-Ing. Jürgen Sachs (Projektkoordinator)
Tel. 03677 69-2623, E-Mail: juergen.sachs@tu-ilmenau.de

Wilfried Nax M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-ilmenau.de/

Weitere Berichte zu: Gebäude- und Bodycheck Minensuche RADIOTECT Radar Sensor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten