Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bremer Computerassistenten für die Autoreparatur

27.11.2006
Mobile Research Center Bremen: Preisgekrönte Idee im SimoBIT-Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Autoreparatur ist längst nicht mehr triviale Mechanik. Eine Vielfalt von Automodellen und Bauteilvarianten sind auf dem Markt, so dass in der Werkstatt häufig in Handbüchern oder Reparaturanleitungen nachgeschlagen werden muss. Hinzu kommt, dass Autos heute voll gepackt sind mit Elektronik. Mancher Werkstattmechaniker blickt da gelegentlich ratlos unter die Motorhaube.

Es gibt zwar in vielen Werkstätten bereits Diagnosecomputer. Reparaturen könnten jedoch sehr viel besser und effizienter ausgeführt werden, wenn der Automechaniker einen mobilen Computerassistenten bei sich hätte, der ihn zum defekten Bauteil führt, ihm sagt, welcher Handgriff als nächstes zu tun ist und auch noch das Reparaturprotokoll erstellt. Mit dieser Idee hat das Mobile Research Center Bremen (MRC) im Konsortium mit namhaften Industriepartnern einen Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gewonnen.

Beim Wettbewerb "Sichere Anwendungen der mobile Informationstechnik zur Wertschöpfungssteigerung in Mittelstand und Verwaltung" (SimoBIT) sollten Ideen entwickelt werden, wie wirtschaftsrelevante Arbeitsabläufe in Deutschland effizienter gemacht werden können. Der Projektvorschlag des MRC Bremen und seiner Partner erfüllt genau diese Anforderung. Das riesige Netz der Kfz-Werkstätten ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Wenn Reparaturen besser und schneller ausgeführt werden können, steigt die Kundenzufriedenheit.

In dem vorgeschlagenen Projekt sollen außerdem auch noch Computerassistenten für den Bereich der Bauteilekommissionierung in produzierenden Unternehmen entwickelt werden. Dies ist ebenfalls ein Anwendungsbereich mit beträchtlichem Potenzial für Effizienzsteigerungen. So genannte 'wearable' Computersysteme werden direkt am Körper getragen. Die Rechnereinheit befindet sich beispielsweise am oder im Gürtel, Eingaben ins System können, ohne dass man eine Tastatur bedienen muss, über Gesten mit einem speziellen Handschuh getätigt werden, und die vom Menschen benötigte Information kann mit Hilfe von Datenbrillen in das Gesichtsfeld eingeblendet werden.

Partner des Mobile Research Center Bremen sind im Projekt die SAP AG, die DaimlerChrysler AG, die teXXmo Mobile Solution GmbH & Co. KG, und die NeoBusiness Partners GmbH. Das Team des MRC setzt sich zusammen aus Arbeitsgruppen des Technologie-Zentrums Informatik (TZI) der Universität Bremen, der Hochschule Bremen und des Bremer Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft (BIBA). Kürzlich wurde dem Konsortiums von einem Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des mobilmedia-Kongresses in Köln die Siegerurkunde übereicht. Ausgezeichnet wurden insgesamt neun Ideen aus einer Vielzahl von eingereichten Vorschlägen. Das Projekt des MRC und seiner Partner hat ein Volumen von 4,3 Mio. Euro.

Weitere Informationen bei:

Mobile Research Center Bremen
Dr. Ulrich Glotzbach
Am Fallturm 1
28359 Bremen
Tel: 0421-218-7281
Fax: 0421-218-2508
glotzbach@mrc-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.mrc-bremen.de

Weitere Berichte zu: Autoreparatur Computerassistenten MRC Mobile

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie