Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UML-Erweiterungen zur Timing-Erfassung

27.11.2006
Im Rahmen des OMEGA-Projekts wurde ein UML-Zusatz entwickelt, der eine Reihe von Erweiterungen zur Timing-Wiedergabe umfasst. Dieser soll den Entwicklern von Echtzeit- und integrierten Systemen ein verbessertes Hilfsmittel zur Erfassung von Systemanforderungen und zum Zuschneiden von Software auf die physische Architektur liefern.

Unified Model Language (UML) repräsentiert den wesentlichen Versuch einer Vielzahl von Methodikern, ein gemeinsames Mittel zur Beschreibung komplexer Systeme mittels der Objektorientierungskonzepte auszuarbeiten. Seit der Übernahme des UML-Standards und seines neuen, weiterentwickelten Release UML 2.0 wurde diese Modellierungssprache zur Entwicklung einer Vielzahl zeit- und ressourcenkritischer Systeme eingesetzt.

Jedoch fehlt UML in einigen Schlüsselbereichen, die für die Konstrukteure und Entwickler von Echtzeit- und integrierten Systemen besonders wichtig sind. Insbesondere der Mangel an quantifizierbaren Zeit- und Ressourcenbegriffen stellte ein Hindernis für ihre verbreitetere Nutzung dar, und eine strenge Semantik-Definition ist eine zwingende Voraussetzung. Glücklicherweise fand man heraus, dass UML über alle erforderlichen Mechanismen verfügte, um diese Probleme durch ihre Funktionen der Erweiterbarkeit zu beheben.

Die Verbindung zwischen Systemausführung und Zeitverlauf kann als präzises Verhalten beschrieben werden und unterstützt somit die Modellierung zeitabhängigen Verhaltens. Zu diesem Zwek wurde eine aktive Entität eingeführt, die eine Definition von Laufzeitbeschränkungen zwischen willkürlichen Ereignissen innerhalb des Systems ermöglicht. Neben dem Timer-Objekt fragt eine Uhr den aktuellen Zeitpunkt ab. Zusätzliche Erweiterungen sorgen für die Identifizierung syntaktisch bedeutungsvoller Ereignisse der Systemausführung, einschließlich Ereigniszeit und artbezogener Informationen.

Darüber hinaus wurde ein operativer Formalismus definiert, mit dem Vermutungen und Anforderungen ausgedrückt werden sollen, die komplexere Bedingungen umfassen, als den Abstand zwischen zwei Ereignissen. Ein Beobachter kann synchron mit einem System arbeiten und seinen Zustand und die auftretenden Ereignisse überwachen. Dieser wird als Sprachempfänger genutzt, der über lokale Speicherattribute verfügen kann. Deren Verhalten wird über eine Statusmaschine beschrieben.

Das neue UML-Echtzeitprofil wird innerhalb industrieller Fallstudien untersucht, die von den Industriepartnern des OMEGA-Projekts zur Verfügung gestellt und ausgearbeitet wurden. Das Ziel besteht darin, detailliertere Schritte und Richtlinien zur Nutzung der wesentlichen UML-Sprache einzubinden, insbesondere in Bezug auf die vorgeschlagenen Zeitverlängerungen.

Susanne Graf | ctm
Weitere Informationen:
http://www-verimag.imag.fr/

Weitere Berichte zu: OMEGA-Projekts Systemausführung UML UML-Erweiterung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Big Data: Flächendeckendes Messnetz für Feinstaub
09.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

3D-Mapping von Räumen mittels Radar

17.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wirkstoffe aus der Natur

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie