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Breitband für Indien - Unterseekabel stellt direkte Verbindung mit Europa her

23.10.2006
Glasfaserkabelstränge haben eine Kaypazität von 2,56 Terabyte pro Sekunde

Das indische Unternehmen Videsh Sanchar Nigam Ltd. (VSNL) hat ein Memorandum of Understanding mit führenden Telekommunikationsunternehmen unterzeichnet, wonach ein neues Unterseekabel verlegt werden soll. Das IMEWE-Kabel wird Indien mit dem Nahen Osten und Westeuropa verbinden, berichtet die indische Zeitung Hindu. Zu finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart, verlautbarte VSNL heute, Montag, in Mumbai. Das Unterwasserkabel basiert auf Dense Wavelength Division Multiplexing (DWDM) Technologie und ist für eine Kapazität von 2,56 Terabyte pro Sekunde ausgelegt.

Zu den Vertragspartnern der Inder zählen Etisalat aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi Telecom, Telecom Egypt und Telecom Italia Sparkle. Die notwendigen Verträge würden noch bis Ende des laufenden Jahres unter Dach und Fach gebracht werden. Die Infrastruktur werde schließlich bis Mitte 2008 fertig gestellt sein. Das neue Kabel soll helfen, den stetig wachsenden Breitbandbedarf in Indien und dem Nahen Osten abzudecken. Den Angaben zufolge stellt das Unterwasserkabel eine direkte Verbindung zwischen Frankreich, Italien, Ägypten, Saudi Arabien, den VAE und Indien her.

Tiefseekabel sind über große Distanzen die einzige echte Alternative zu Satellitenverbindungen und haben den Vorteil, dass sie große Datenaufkommen bei geringer Ausfallsgeschwindigkeit transportieren können. Die dicken Glasfaserstränge am Grund des Meeres transportieren die optischen Impule, die in regelmäßigen Abständen durch Repeater verstärkt werden müssen. Erst Ende des vergangenen Jahres wurde das Unterwasserkabel zwischen Frankreich und Singapur fertig gestellt. Das Unterwasser-Glasfasernetz SEA-ME-WE 4 hat eine Gesamtlänge von 20.000 Kilometern und eine Kapazität von 1,28 Terabyte pro Sekunde (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051214029 ).

Besonders häufig kommen Tiefseekabel wegen des hohen Datenaufkommens zwischen den USA und Europa im Atlantik zum Einsatz. Durch die aufstrebende Wirtschaft in Asien wird auch in diesem Gebiet eine zunehmend leistungsstärkere Anbindung erforderlich. Das erste transatlantische Telefonkabel wurde am 25. September 1956 in Betrieb genommen. Der 3.600 Kilometer lange Kupferdrahtstrang verband Schottland mit Kanada und konnte 36 Telefongespräche gleichzeitig führen. Ein Problem teilen sich Unterseekabel jedoch mit Satelliten: Die nachträgliche Modifikation oder Wartung ist mit extrem hohem Aufwand verbunden.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hindu.com
http://www.vsnl.in

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