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Deutsch-polnische Datenverbindung wird angeschlossen

20.10.2006
Mittels einer Glasfaserverbindung über die Oder soll der Datenaustausch zwischen Forschern und Studierenden aus Deutschland und Polen wesentlich beschleunigt werden. Die innovative Hochleistungs-Datenverbindung wird sowohl für die Spitzenforschung zur Verfügung stehen als auch den grenzübergreifenden Datenverkehr z.B. zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice beflügeln.

ACHTUNG JOURNALISTEN: Anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme der Datenleitung lädt Sie die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e.V. (DFN-Verein) herzlich zu einer Pressekonferenz und einem anschließenden Festakt (13.00 Uhr) ein. An der Feier nehmen unter anderem Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Schwan, der brandenburgische Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Johann Komusiewicz, Prof. Dr. Wilfried Juling (Vorsitzender des DFN-Vereins), Prof. Dr. Jan Weglarz (Vorsitzender der polnischen Forschungs-netzinitiative PIONIER), Dr. Hans Döbbeling (DANTE Ltd. Cambrigde) und Grzegorz Zbikowski - Direktor für Informationstechnologie im polnischen Wissenschaftsministerium teil. Die Moderation hat Dr. Krzysztof Woyciechowski - Direktor des Collegium Polonicum.

Die PRESSEKONFERENZ wird am 24. Oktober 2006 um 12.00 Uhr im Collegium Polonicum, ul. Kosciuszki 1, PL 69-100 Slubice (direkt am Grenzübergang Frankfurt (Oder)/Slubice) stattfinden. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme per E-Mail (hoelzner@dfn.de) oder über ein Webformular, das unter der Adresse

http://www.dfn.de/content/presse-information/pressearchiv/prcross/formular2/ abrufbar ist, beim DVN-Verein an.

Technisch gesehen verknüpfen sich mit der Datenleitung zwei der leistungsstärksten Forschungsnetze Europas, das Deutsche Forschungsnetz DFN und das polnische PIONIER. Mehr als 500 Hochschulen und Forschungseinrichtungen allein in Deutschland können über diese 'Cross-Border-Fibre' mit den Wissenschaftlern in Polen direkt verbunden werden. Übertragungskapazitäten von 10 Gigabit pro Sekunde ermöglichen nicht nur herkömmliche Internet-Nutzung, etwa wenn Studierende aus Deutschland über das Netz in polnischen Universitätskatalogen recherchieren, vor allem die Zusammenarbeit in der Spitzenforschung wird sich künftig einfacher gestalten.

Um Simulationsrechnungen z.B. einer Super-Nova-Explosion vom Albert-Einstein-Institut in Potsdam aus auf einem Supercomputer in Poznan durchführen zu können, müssen sehr große Datenmengen in kurzer Zeit die Netze passieren. Mittels der nun verfügbaren Glasfaser lassen sich direkte Verbindungen zwischen beliebigen Standorten in Polen und Deutschland aufbauen, die fernab vom normalen Datenverkehr im Netz direkt von Haus zu Haus durchgeleitet werden. Sämtliche Daten, die in der Spitzenforschung auf diese Weise zwischen Polen und Deutschland ausgetauscht werden, passieren künftig die Verbindung von Frankfurt (Oder) nach Slubice, wo sie in die jeweiligen Hochleistungsnetze beider Länder weitergeleitet werden.

Auch im Bereich der Lehre wird die Cross-Border-Fibre die Zusammenarbeit zwischen den Ländern beflügeln. Seit Jahren werden etwa an der Europa-Universität Viadrina enge Kontakte zur Wissenschaft im Nachbarland gepflegt. Gemeinsame Seminare stellen akademischen Ausbildung beider Länder dar.

Kontakt: DFN-Verein, Kai Hoelzner, E-Mail: hoelzner@dfn.de, Tel: 030/884299-42/Fax: 030/884299-70

Annette Bauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.euv-frankfurt-o.de
http://www.dfn.de/content/presse-information/pressearchiv/prcross/formular2/

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