Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherheit zum Anfassen

27.09.2006
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD präsentiert am 29. September 2006 ausgewählte Exponate zum Thema Sicherheit auf dem E12-Gipfel "Security - Sicherheitslösungen für die digitale Zukunft".

Wie wichtig der IT-Security-Bereich in unserer Zeit ist, beweist das Thema des diesjährigen E12-Gipfels. Rund 200 hochrangige E-Business-Experten treffen sich am 29. September im Conference Center von Airbus Deutschland in Hamburg, um sich zum Thema "Security - Sicherheitslösungen für die digitale Zukunft" auszutauschen. Im Organisationskomitee des Gipfels engagieren sich führende Unternehmen wie Audi, Beta Systems, EnBW, LogicaCMG, plenum, Siemens und der Gastgeber Airbus Deutschland. Die Entscheidungsträger aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren vor allem über Kernthemen, darunter beispielsweise Identitätsmanagement und Biometrie.

Die Forscher der Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt beschäftigen sich bereits seit 1998 mit dem Thema Biometrie. Neben Projekten zur Evaluation der Erkennungsleistung und Überwindungssicherheit von biometrischen Verfahren und Systemen entwickelten die Wissenschaftler ein eigenes System zur dreidimensionalen Gesichtserkennung für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen, wie beispielsweise bei der Zugangs- und Grenzkontrolle.

Die Nutzung der zusätzlichen Tiefendimension verspricht erhebliche Leistungssteigerung in der Erkennungsleistung bei gleichzeitig deutlich gesteigerter Überwindungssicherheit im Vergleich zu herkömmlichen 2-D-Systemen. Bisher problematische Einflüsse wie ungünstige Kopfposen oder ungleichmäßige Lichtverhältnisse stören das System nicht mehr.

Die Fraunhofer-Forscher präsentieren ihr 3-D-Gesichtserkennungssystem bereits zum zweiten Mal auf dem E12-Gipfel. "Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr sind wir auch 2006 wieder mit an Bord", erklärt Henning Daum, Leiter des Biometrie-Labors am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD.

Im Security-Lab des E12-Gipfels demonstriert die Abteilung Sicherheitstechnologie des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD zudem zwei weitere Entwicklungen: Mit iDetective stellen die Fraunhofer-Forscher eine innovative Lösung vor, mit der Unternehmen automatisiert und effizient Urheberrechtsverletzungen im Internet aufspüren können. Im Gegensatz zu den gängigen Suchmaschinen kann der Nutzer die Suchalgorithmen selbst festlegen und konfigurieren, so dass nicht nur nach Texten, sondern auch nach Bildern und anderen Medien kombiniert recherchiert werden kann. Die Ergebnisse speichert das System in einer Datenbank und liefert dem Benutzer Verdachtsfälle automatisch in einem detaillierten Protokoll.

Die Software Geomark integriert versteckte Informationen in 3-D-Modellen. Mit diesen Wasserzeichen kann mittels versteckter Urheberrechtsinformationen die missbräuchliche Nutzung beispielsweise von digitalen Charakteren oder Szenarien aus Computerspielen oder Werkstücken, Bauteilen oder Entwürfen aus der Industrie nachgewiesen werden. Für den Nutzer des Modells bleibt das Wasserzeichen unsichtbar, auslesen kann es nur, wer den geheimen Schlüssel kennt. Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen ist die hohe Robustheit von Geomark. Im Gegensatz zu anderen Verfahren übersteht das Wasserzeichen verschiedene Verarbeitungsschritte und kann sogar aus Teilstücken des Modells noch ausgelesen werden.

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme
Alexander Nouak
Telefon: 0 61 51/1 55-1 47
Fax: 0 61 51/1 55-4 99
E-Mail: alexander.nouak@igd.fraunhofer.de
Weitere Informationen zu den Projekten der
Abteilung Sicherheitstechnologie für Graphik- und Kommunikationssysteme finden Sie unter http://www.igd.fhg.de/igd-a8/de.

Kurzprofil INI-GraphicsNet

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/
http://www.ieb.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits
15.12.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Neues Epidemie-Management-System bekämpft Affenpocken-Ausbruch in Nigeria
15.12.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik