Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Übersetzungsfirma ist etabliert

19.09.2006
Die gute Nachricht kam per Post. Die schriftlichen Förderzusagen von Daimler Chrysler und des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen waren ein wichtiges Signal für das Hildesheimer Übersetzer-Team ihre virtuelle Übersetzungsfirma "Modulentwicklung Übersetzungsmanagement (MEUM)" weiterzuentwickeln. Ihr Tätigkeitsfeld ist das Übersetzungsmanagement und die Entwicklung von Lerneinheiten, die in die Weiterbildung von Unternehmen integriert werden sollen. Mit der Förderzusage in Höhe von 65.000 Euro unterstreicht der Sprachendienst von Daimler Chrysler sein großes Interesse an der Hildesheimer Entwicklung eines qualifizierten Angebots für die Mitarbeiterschulung.

Das Übersetzungsprojekt wurde als Modellversuch der Bund-Länder-Kommission (BLK) für die Ausbildung von Übersetzerinnen und Übersetzern an den Hochschulen gestartet. Nach der ersten Phase wurde das Vorhaben positiv bewertet. Damit war klar, dass "MEUM" als virtuelle Übersetzungsfirma weiterarbeitet.

Lernen auf der Basis einer sozialen Simulation - für diese Form standortübergreifenden Lehrveranstaltungen im Bereich des Übersetzungsmanagements hat das Institut für Angewandte Sprachwissenschaft ein differenziertes und in drei Durchgängen erprobtes didaktisches Konzept entwickelt. Dieses Lehrangebot ist inzwischen fest im Regellehrbetrieb der Partner des Modellversuchs - der Universität Hildesheim und der Fachhochschule Flensburg - verankert.

Das Konzept des Modellversuchs MEUM trifft nun auf immer größeres Interesse aus der Wirtschaft. Vor allem der zeit- und ortsunabhängige Einsatz der Lehrmodule ist dort nachgefragt. Ausgerichtet an diesem Bedarf will das Hildesheimer MEUM- Team Prof. Dr. Christa Hauenschild, Dr. Folker Caroli und Margret Plank ein angepasstes Fernstudienangebot für die Weiterbildung entwickeln. Es sieht in verschiedenen Lernszenarien unterschiedliche Kombinationen von Präsenzphasen, individuellem Fernstudium und Phasen mit netzgestützter Teamarbeit vor. Ziel ist auch der Aufbau eines Wissensnetzwerks. Darin sollen sich Vertreter von Forschung, Lehre und Praxis untereinander und mit den Entwicklern entsprechender Softwareprodukte austauschen können.

Die Finanzierung dieses Projekts ist durch die Zusagen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachen und des Stuttgarter Automobilkonzerns gesichert. Der Sprachendienst von Daimler Chrysler ist weltweit einer der größten Sprachendienste innerhalb eines Industriekonzerns. Seine Mitwirkung an dem Projekt macht es möglich, aktuelle Probleme und Tendenzen der Berufspraxis in einem großen Sprachendienst unmittelbar bei der Gestaltung der Inhalte und der Arbeitsformen des in dem Modellversuch zu entwickelnden Weiterbildungsangebots der aufzugreifen.

Die Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden (Bundesverband und Landesverband Bremen/Niedersachsen der Übersetzer und Dolmetscher (BDÜ), Gerzymisch-Stiftung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft, Alumniverein iPlus, Verband Assoziierter Dolmetscher und Übersetzer in Norddeutschland e.V. (ADÜ-Nord), die das Projekt ebenfalls unterstützen, stellt weiterhin sicher, dass in die Entwicklung des Weiterbildungsangebots, auch die Perspektive der freiberuflichen Übersetzerinnen und Übersetzer eingeht.

Kontakt:
Dr. Folker Caroli E-Mail: caroli@uni-hildesheim.de und
Margaret Plank E-Mail: plank@uni-hildesheim.de

Dr. Iris Klaßen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hildesheim.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik