Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Gesundheitswesen online

12.09.2006
Die Hauspflege gilt als Lösung für eine verbesserte Lebensqualität bei Menschen mit chronischen Erkrankungen. Deren räumlich entfernte Kontrolle und Betreuung ist zum einen ein kostengünstiger Ansatz und zum anderen auch ein Mittel zur sozialen Integration älterer und behinderter Menschen.

Eine Verringerung der Krankenhausunterbringung ist das Ziel von Vorbeuge- und Behandlungsoptionen, um die Kosten im Gesundheitswesen zu senken sowie die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Die häusliche Pflege wird diesem Ziel angepasst und aus der Forschung ergeben sich stetig neue Instrumente und Verfahren, um eine solche Anwendung zu ermöglichen und auszuweiten. Fortschritte bei der Telekommunikation und Vernetzung verändern die Hauspflege in Richtung eGesundheit.

Das doc@HOME-Projekt liefert eine neue theoretische Grundlage zur Pflege der Bürger, indem es ihnen eine aktive Beteiligung am medizinischen Behandlungsprozess bietet. Diese Übertragung von Verantwortung wird durch die Bereitstellung von einfach anwendbaren Instrumenten zur Selbstpflege ermöglicht. Mittels dieser Instrumente werden gesundheitsbezogene Daten von fern überwacht und gesammelt. An diesen gesammelten Daten orientieren sich dann ex situ die Empfehlungen der Fachleute. Dieses neuartige System mit seinen Dienstleistungen dient hauptsächlich Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im gleichen Zusammenhang wurde eine neuartige Software aus einem kombinierten Elektrokardiographen (EKG) und einem analogen Knotenrechner für die Bioimpedanz entwickelt. Dieses Gerät überwacht über die Handflächen des Patienten neben dem EKG die bioelektrischen Signale des Körpers und liefert somit weitere hämodynamische Daten, was bislang nur im Krankenhaus möglich war. Zudem sind mit der Bioimpedanz-Methode Komponenten des Körpers wie z.B. Körperfett und Wasseranteil messbar. Diese Messergebnisse können bei Herzinsuffizienzpatienten wertvolle Informationen übermitteln.

Die neue technische Lösung ist für Anwendungen zur Fernüberwachung von Patienten ein ideales Instrument. Durch sie nimmt die Freiheit wieder zu und der Zustand eines Patienten kann besser kontrolliert werden; zudem werden auf diese Weise im Bedarfsfall oder bei Komplikationen am Herzen Einschätzungen zuverlässiger. Eine weitere Entwicklung oder Anpassung des Systems kann das Konzept auf mehr Krankheiten und Anwendungen zur Überwachung der Gesundheit ausweiten.

Ardo Reinsalu | ctm
Weitere Informationen:
http://www.curonia.com

Weitere Berichte zu: EKG Gesundheitswesen Hauspflege Lebensqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0
07.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Wenn das Handy heimlich zuhört: Abwehr ungewollten Audiotrackings durch akustische Cookies
07.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops