Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SWARMS: Unis Lübeck und Kiel kooperieren bei vernetzten mobilen Systemen - Gesamtnetze agieren wie Schwärme im Tierreich

11.09.2006
Im Rahmen der dritten Phase ihres Schwerpunktprogramms "Basissoftware für vernetzte mobile Systeme" wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das Lübeck-Kieler Projekt "SWARMS" mit ca. 300.000 Euro für zwei weitere Jahre fördern.

Damit wird dieses bereits seit knapp vier Jahren laufende Projekt des Instituts für Telematik (Prof. Dr. Stefan Fischer) der Universität Lübeck und der AG Kommunikationssysteme (Prof. Dr. Norbert Luttenberger) der Universität Kiel erfolgreich beendet werden können.

In SWARMS untersuchen die beiden Arbeitsgruppen, wie moderne funkvernetzte Informationssysteme, zum Beispiel drahtlose Sensornetze, effizient zur Lösung von wichtigen Anwendungsproblemen eingesetzt werden können.

In vielen Anwendungsgebieten wie etwa dem Katastrophenschutz, der Patientenüberwachung im Gesundheitswesen oder im Straßenverkehr können solche Sensornetze massiv die Möglichkeiten des Einsatzes von Informationstechnologie verbessern und solche Anwendungen damit einer Automatisierung und effizienten Problemlösungen zugänglich machen.

Allerdings unterscheiden sich drahtlose Sensornetze in ihrer Struktur und Organisationsform deutlich von traditionellen Computernetzen, so dass für viele Probleme neue Lösungen gefunden werden müssen. Besondere Bedeutung haben in dieser Hinsicht die in jeder Hinsicht geringen Ressourcen (Energie, CPU, Speicher) sowie die Abwesenheit eines menschlichen Administrators. So müssen Algorithmen plötzlich Energieaspekte berücksichtigen und Sensoren müssen Fähigkeiten zur Selbstorganisation entwickeln.

Insbesondere dieser letzte Punkt steht im Mittelpunkt von SWARMS: der Projektname weist bereits darauf hin, dass das Netz ähnlich wie ein Schwarm im Tierreich gesehen und auch verwendet wird. Das bedeutet unter anderem, dass nicht mehr (wie heute üblich) das Einzelgerät programmiert und mit einer Aufgabe versehen wird, sondern stattdessen das Gesamtnetz. Dadurch wird die Programmierung solcher Systeme sehr viel einfacher.

In der letzten Phase von SWARMS soll die Anbindung von Sensornetzen an existierende IT-Infrastrukturen sowie die Erbringung einer bestimmten Dienstqualität bei der Kommunikation im Sensornetz untersucht werden.

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-luebeck.de

Weitere Berichte zu: Gesamtnetz SWARMS Schwärme Sensornetz Tierreich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie