Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tangram mit Software-Komponenten

24.08.2006
Das chinesische Legespiel Tangram hat nur 7 Teile. Trotzdem lassen sich damit unzählige Motive realisieren. Heutige Software-Architekturen sind noch nicht ganz so variabel. Doch der Trend zu frei kombinierbaren Anwendungskomponenten ist unübersehbar - Beispiel Eclipse. Fraunhofer FIT will das Eclipse PlugIn-Prinzip mit Konzepten des End User Developments verbinden.

Projektpartner sind die C1 WPS GmbH, Expeer GmbH, OrbiTeam Software GmbH und Pixelpark AG.


Zentralistische und monolithische IT-Systeme werden heute zunehmend durch service-basierte Anwendungen ergänzt oder ersetzt. So lassen sich nach Bedarf einzelne Applikationen einfach zu neuen Services zusammenfügen. Noch vorteilhafter wäre, wenn der Endbenutzer selbst eine Softwareanwendung nach seinen Wünschen modifizieren könnte. Dies ist - stark verkürzt - die Grundidee des so genannten End User Developments.

Ein Paradebeispiel für komponentenbasierte Softwareentwicklung ist die Eclipse-Plattform der Eclipse Foundation. Eclipse ist eine um Programmierwerkzeuge erweiterbare Entwicklungsumgebung und eine Anwendungsplattform zur Integration von PlugIns auf Open Source Basis. Im April 2006 hat sich nach SAP der zweitgrößte deutsche Softwarehersteller, die Software AG, der Eclipse Foundation angeschlossen. Dies zeigt den hohen Stellenwert dieser Technologie.

Diese Art von Flexibilität gilt es nun nach dem Prinzip des "easy-to-adapt" auszubauen, um sie neben professionellen Softwareentwicklern auch Endbenutzern zugänglich zu machen. Idealerweise könnten diese dann Software-Komponenten wie beim Tangram-Spiel zu neuen Anwen-dungen zusammenfügen oder bestehende anpassen, um so für ihr Arbeitfeld optimale Software-Lösungen zu erhalten.

Auf dem Gebiet der Anpassung und Zusammensetzung von Komponenten- und Service-Infrastrukturen durch den Endbenutzer besteht noch erheblicher Forschungsbedarf. Speziell die Aspekte der Human Factors werden in der Forschung zu Software-Architekturen selten berücksichtigt. Eine integrierte Sichtweise auf End User Development, die sowohl die Anwender- als auch die Herstellerperspektive berücksichtigt, steckt auch noch in den Anfängen.

Diese Herausforderung greift das BMBF-Projekt CoEUD - Component-based End User Development mit dem Ziel auf, innovative Konzepte des End User Developments mit aktuellen Trends des Software-Engineerings zu verbinden. Als Technologie-Basis wurde Eclipse gewählt.

In der ersten CoEUD Projekt-Phase werden bestehende Flexibilisierungsstrategien in Unternehmen analysiert und bezogen auf End User Development bewertet.Technische Unterstützungen, die eine enge Verzahnung von persönlicher, gruppenorientierter und organisationsweiten Anpassungen erlauben, werden prototypisch implementiert. Die Prototypen werden evaluiert und in einem zweiten Zyklus verbessert und erweitert.

Partner im CoEUD-Projekt sind neben Fraunhofer FIT die C1 WPS GmbH, Expeer GmbH, OrbiTeam Software GmbH und die Pixelpark AG.

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 (0) 22 41/14-22 08

Alex Deeg | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Development Eclipse End Software-Komponent

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE