Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flexibel und individuell: Software-Forschung stärkt Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

22.08.2006
Neue Geschäftsfelder, eine geänderte Gesetzgebung und organisatorische Umstrukturierungen stellen auch in technischer Hinsicht eine Herausforderung für Unternehmen dar: Die betrieblichen Softwaresysteme müssen auf die neuen Anforderungen abgestimmt und individuell weiterentwickelt werden. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Dr. Ralf Reussner, Inhaber des Lehrstuhls Software Entwurf und Qualität (SEQ) an der Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe, erforschen Wissenschaftler in dem Projekt „Modellgetriebene Integration von Informationssystemen“ (MINT) neue Entwicklungsverfahren, mit denen sich die Standard-Software eines Unternehmens zügig an veränderte Bedingungen anpassen lässt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben, in dem Forschungseinrichtungen und IT-Unternehmen aus Karlsruhe und Oldenburg kooperieren, mit insgesamt 1,8 Millionen Euro in der bundesweiten Forschungsinitiative „Software Engineering 2006“.

Die betriebliche Standard-Software ist für die Anforderungen der Unternehmen häufig nicht flexibel genug. Sie muss deshalb immer wieder um Software ergänzt werden, die speziell auf das Unternehmen zugeschnitten ist. Das MINT-Projekt entwickelt nun Verfahren, um diese Anpassungen mit so genannten modellgetriebenen Entwicklungsmethoden effizient durchzuführen. Ziel des Teams aus Wissenschaftlern und IT-Entwicklern ist es, leicht handhabbare Entwicklungsmethoden zu erarbeiten, die individuelle, unternehmensspezifische Änderungen automatisch in ein bereits vorhandenes Software-System integrieren. Die neuen Technologien sollen dann auch anderen deutschen Softwareunternehmen zur Verfügung gestellt werden und so deren internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken.

MINT ist ein Verbundprojekt von Forschungseinrichtungen und IT-Firmen in Karlsruhe und Oldenburg. Unter der administrativen Federführung des Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstituts für Informatik-Werkzeuge und -Systeme (OFFIS) sind neben der Universität Karlsruhe auch das Karlsruher Forschungszentrum Informatik (FZI), die Universität Oldenburg und die Unternehmen BTC AG, Delta Software Technology und andrena objects ag beteiligt.

Weitere Informationen:
Professor Dr. Ralf H. Reussner
Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation
Universität Karlsruhe (TH)
Telefon 0721/608-4067
E-Mail reussner@ipd.uka.de

Professor Dr. Ralf H. Reussner | Universität Karlsruhe (TH)
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de
http://www.mint-projekt.de
http://www.presse.uni-karlsruhe.de/6196.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften