Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digitaler Begleiter für Olympia-Touristen hat Feldtest in Peking erfolgreich bestanden

02.08.2006
Kaum ist die Fußball WM vorbei, schon wirft das nächste internationale Sport-Großereignis seine Schatten voraus: Die Olympiade 2008 - nur diesmal nicht im eigenen Land, sondern in Peking, am anderen Ende der Welt.

Um Touristen, die zu diesem Ereignis in das "Reich der Mitte" reisen, das Zurechtfinden dort zu erleichtern, hat das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST gemeinsam mit dem DFKI und T-Systems sowie dem chinesischen Forschungsinstitut ICT und CapInfo eine Anwendung entwickelt, die den ausländischen Besuchern im Dschungel der chinesischen Schriftzeichen weiterhilft: die Plattform COMPASS 2008. Diese wurde nun vor Ort von 15 Testpersonen erprobt. Der Testlauf war eine echte Premiere: Es war das erste Mal, dass eine solche Technologie außerhalb von Laborbedingungen unter realen Umständen und durch normale Nutzer getestet wurde.

Das Besondere an dieser Lösung ist der kombinierte Einsatz von unterschiedlichen Technologien in einer realen mobilen Anwendung: COMPASS2008 ist eine Anwendung für mobile Endgeräte wie PDAs oder Smartphones, die automatisch die Situation erkennt, in der sich ein Nutzer befindet. Sie erkennt den Ort und die Zeit, das persönliche Profil des Benutzers und ist in verschiedenen Sprachen verfügbar. Ausgestattet mit diesen Eigenschaften, erkennt COMPASS2008 die jeweilige Situation, in der sich eine Person befindet und filtert aus einer riesigen Menge an möglichen Informationen diejenigen heraus, die in der aktuellen Situation notwendig und sinnvoll sind. Das System registriert zum Beispiel, wenn sich der Nutzer zur Mittagszeit in der Nähe eines Restaurants befindet, das Speisen anbietet, die derjenige laut des persönlichen Profils gern isst. Das System weist seinem Benutzer den Weg zu diesem Restaurant und unterstützt mit seinem "Smart Dining Service" auch die Kommunikation mit dem Personal, das häufig nur chinesisch spricht. Die integrierte Sprachausgabe kann zum Beispiel nach einem Tisch fragen oder das aus der übersetzten Speisekarte gewählte Gericht bestellen. Auch über interessante Sehenswürdigkeiten wie die "Verbotene Stadt" hält COMPASS die passenden Informationen bereit.

Die Teilnehmer des Feldtests, von denen zwei Drittel kein chinesisch sprachen, haben nach einer kurzen Einweisung in das System verschiedene touristentypische Situationen mit Hilfe der Anwendung gemeistert: Die Suche nach einem Café in der Nähe, das Abrufen von Wetterinformationen, eine Taxifahrt inklusive Kommunikation mit dem Fahrer oder die Verhandlung über einen Preis sind nur einige Beispiele.

Das Ergebnis: "Der Feldtest lief sehr zufrieden stellend. Die Testpersonen waren begeistert und haben einhellig bestätigt, dass die Funktionalität der COMPASS-Anwendung ihnen geholfen hat, die vorgegeben touristenspezifischen Situationen einfach zu meistern", so Dr. Bernhard Holtkamp, COMPASS-Projektleiter am Fraunhofer ISST. Und auch chinesische Kontaktpersonen wie Taxifahrer, Verkäufer oder Kellner, die von den Testern mit der Anwendung konfrontiert wurden, waren von dem System angetan. Ziel ist es nun, die Ergebnisse des COMPASS-Feldtests in eine Lösung einzubringen, die 2008 den Besuchern der Olympischen Spiele tatsächlich zur Verfügung stehen wird.

Britta Schmitz | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.isst.fhg.de

Weitere Berichte zu: Begleiter COMPASS COMPASS2008 Digital Feldtest

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE