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Effizientes Parkleitsystem - vernetzt via GPRS

26.07.2006
Das weltweit erste Parkleitsystem, das ohne Verkabelung und Tiefbaumaßnahmen auskommt, hat die Feuertaufe bestanden.

Seit 100 Tagen läuft die Datenübertragung und Steuerung für alle 25 Münchener Parkhäuser im Stadtzentrum komplett über den Funkübertragungsstandard GPRS. Das System, das Siemens betreibt und mit dem Partner Setrix entwickelt hat, führt nachweislich zu einer besseren Auslastung der Parkhäuser und informiert die Autofahrer lange vor dem Einfahren über freie Parkplätze. Angesichts der geringeren Kosten der Lösung gibt es bereits Interesse in anderen Städten.


Bisher war die Installation eines Parkleitsystems immer mit größerem Aufwand verbunden, weil Kabel für die Anzeigen an den Straßen und zur Anbindung der Parkhäuser verlegt werden mussten. Die Kommunikation erfolgt in München über Sender des Unternehmens Setrix, das vom Risikokapitalgeber Siemens Venture Capital mitfinanziert wird. Die Sender übertragen Daten mit dem Mobilfunkstandard GPRS per Internet in die Zentrale, wo ein PC die komplette Anlage steuert. Umgekehrt erhalten sie direkt von den Parkhäusern Informationen über die jeweilige Belegung und schalten für die Autofahrer bereits am Altstadtring digitale Informationstafeln. Wegen der Funkanbindung können diese Anzeigen beliebig positioniert werden.

Siemens hat alle Komponenten des Parkleitsystems integriert und übernimmt den Betrieb. Die Stadt München sparte allein durch nicht notwendige Tiefbaumaßnahmen rund 500.000 Euro. Die Betriebskosten sind ebenfalls günstig, weil der anfallende Datenverkehr über eine Flatrate beglichen werden kann und weniger Computer benötigt werden.

Die Kommunikation über Internet ermöglicht auch, dass Behörden oder Betreiber schnell und unkompliziert eingreifen können. So kann beispielsweise die Stadt für eine Veranstaltung ein Teil eines Parkhauses vorübergehend frei halten, ohne dafür Einstellungen unmittelbar in der Leitzentrale vornehmen zu müssen. Die Polizei ist in der Lage, mit den Anzeigetafeln in Notfällen lenkend in den Verkehr einzugreifen. Über Internet ist das System auch mit der Verkehrsmanagementzentrale Bayern (BayernInfo) vernetzbar.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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