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Eine Kompositionsmaschine für webaktive Dokumente

25.07.2006
Computersysteme werden leistungsfähiger, die Bandbreite der Netzwerke und die Kapazität nehmen zu. Währenddessen entstehen neue Modelle zur Entwicklung von Infrastrukturtechnologien. Um auf diesem Gebiet weitere Fortschritte zu machen, wurde eine einheitliche Kompositionsmaschine entwickelt, um die Komposition unabhängig von den verschiedenen Komponentenmodellen zu unterstützen.

Aktive Dokumente sind ein Kernstück von miteinander verbundenen Systemen. Anders als die traditionellen passiven Dokumente speichern sie Informationen aus verschiedenen Medien und integrieren Software und Daten einheitlich. Sie übermitteln auch Informationen so, dass sie den Bedürfnissen des Nutzers angepasst werden können. Der Grundgedanke dabei ist, dass Nutzer in einem vernetzten System nicht nur mit anderen Nutzern kommunizieren können sollen, sondern auch mit Dokumenten interagieren.

Das EASYCOMP-Projekt diente zur Entwicklung einer solchen Technologie, durch die die Konstruktion von Netzwerkanwendungen aus wieder verwertbaren und vorgeprüften Komponenten ermöglicht wird, anstatt diese speziell anfordern zu müssen. Interaktive Internetseiten, datenbankbetriebene Seiten, E-Commerce-Anwendungen und weitere Web-Objekte können mittels bereits existierender Komponenten zusammengefügt und anstelle von extra eingerichteten Komponenten und Anwendungen frei angepasst werden.

In den letzten Jahren tauchten Komponentenmodelle wie XML-basierte Komponenten oder auch Softwarekomponenten auf, die Standards zur Einführung und Interoperabilität von Komponenten bieten.

Die aktuelle Kompositionsmaschine unterstützt eine Komposition unabhängig von verschiedenen Komponentenmodellen. Dazu gehören die Programmiersprache heitml/ RADpage, eine objektorientierte XML-Komponente mit vielen für die Integration mit Komponenten geeigneten Merkmalen und eine JavaBeans-Tag-Bibliothek.

Dennoch stellen die strengen Normen, die vorschreiben, wie eine Komponente konstruiert zu sein hat und wie diese von den durch ein bestimmtes Komponentenmodell angebotenen Diensten abhängig sein muss, eine Einschränkung dar. Mittels des Vienna Component Framework (VCF) wurden das Problem des Zugangs zu Komponenten über verschiedene Modelle und die plattformunabhängige Einführung neuer Komponenten behandelt.

Diese vereinheitlichte Kompositionsmaschine kann für Entwickler von Netzwerkanwendungen ohne Programmierkenntnisse nützlich sein, währenddessen Programmierer zusätzlich noch Programme und Komponenten erstellen können. Die Wiederverwendung bestehender Teile würde zu kürzeren Entwicklungszyklen, höherer Qualität sowie zu einer verbesserten Funktionalität und damit niedrigeren Kosten führen.

Die Urheberrechte zum Schutz der entwickelten einheitlichen Kompositionsmaschine sind gesichert. Die Forscher streben Zusammenarbeitsvereinbarungen mit dem Ziel einer Zulassung und Vermarktung der neuen Software an.

Helmut Emmelmann | ctm
Weitere Informationen:
http://www.h-e-i.de

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