Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3-D-GIS - Wachstumsmarkt mit Zukunft

12.07.2006
Die Abteilung Graphische Informationssysteme des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung veröffentlichte jetzt die erste marktwirtschaftliche Betrachtung des 3-D-GIS-Markts. Die Studie zeigt, welches Potenzial in diesem noch jungen Wachstumsmarkt steckt. Aufbauend auf den Ergebnissen dieser ersten Untersuchung starteten die Wissenschaftler nun eine zweite Befragung, mit dem Ziel, Nutzen und Anwendungsgebiete der 3-D-GIS-Technologien zu identifizieren. Interessierte öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Wissenschaftler sind dazu aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen.

3-D-Geoinformationssysteme (3-D-GIS) bieten einen intuitiven Zugang und eine realitätsnahe Darstellung von Geoinformationen. Zum Einsatz kommen die Systeme unter anderem bei der Städteplanung, in der Architektur oder im Tourismusbereich. Bisher konzentrieren sich Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Technologie der 3-D-GIS in erster Linie auf die Lösung technischer, politischer oder gesellschaftlicher Fragestellungen. Eine ökonomische Betrachtung der wirtschaftlichen Chancen und Risiken dieses noch jungen Marktes gab es bislang nicht.

Diese Lücke füllt nun eine von den Wissenschaftlern der Abteilung Graphische Informationssysteme des Fraunhofer IGD durchgeführte Studie. Knapp 500 Experten aus dem europäischen Geoinformationsmarkt - Datenlieferanten aus Öffentlichen Ämtern, Hersteller von Geoinformationssystemen, Verbände, Institutionen und Forschungseinrichtungen - wurden dabei nach ihrer Einschätzung zur Bedeutung der 3-D-GIS-Technologie, nach Marktpotenzialen sowie möglichen Kunden und Anwendern befragt. Ihre Antworten geben einen umfangreichen Überblick über die wirtschaftliche Relevanz und das ökonomische Potenzial von 3-D-GIS.

Seit Anfang Juni steht die ausgearbeitete Studie, die neben den Ergebnissen der Befragung auch eine Übersicht über die Technologie sowie den weltweiten 3-D-GIS-Markt und einige ausgewählte Experteninterviews bietet, zum Preis von 49 Euro zzgl. Mehrwertsteuer zum Verkauf.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Studie haben die Wissenschaftler des Fraunhofer IGD nun eine zweite Befragungsrunde gestartet. Diese Folgestudie soll Anforderungen und Erwartungen an 3-D-GIS aus Perspektive der Nutzer identifizieren. Dazu werden die in der Marktstudie identifizierten Anwender angeschrieben und um ihre Einschätzung gebeten. Die Umfrage wird in Form einer Online-Befragung durchgeführt. Öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Wissenschaftler, die sich mit der Thematik beschäftigen, sind dazu aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen. Die Teilnehmer erhalten kostenlos eine komprimierte Ergebnisauswertung.

Interessierte können sich unter http://pc938.igd.fhg.de/phpsurveyor/index.php?sid=11 für die Befragung anmelden.

Ansprechpartner:
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Abteilung Graphische Informationssysteme
Daniel Holweg
Telefon: +49 (0) 6151 / 155-412.
E-Mail: daniel.holweg@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), The IMEDIA Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen EURO.

Kontakt:
Bernad Lukacin
Fraunhoferstrasse 5
64283 Darmstadt
Germany
Phone: ++49 6151 / 155-146
Fax: ++49 6151 / 155-446

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.inigraphics.net/press
http://pc938.igd.fhg.de/phpsurveyor/index.php?sid=11

Weitere Berichte zu: 3-D-GIS Graphic Graphisch Graphische Datenverarbeitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie