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Tätern virtuell auf der Spur

10.07.2006
Wenn Gangster und Ganoven lange Finger machen, dann ist ihnen oft recht schnell auf die Spur zu kommen. Hier hinterlassen die Täter einen Fingerabdruck, dort ein Haar und da eine Faser vom Mantel. Diese Spuren zu sichern, trainieren angehende Polizisten bis ins Kleinste. Demnächst auch virtuell.

In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule der Polizei Aschersleben wird an der Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein virtueller Tatort entwickelt. Dieses Lern- und Trainingsprogramm soll den Auszubildenden der Fachhochschule ermöglichen, selbständig unter Beachtung taktischer und rechtlicher Aspekte virtuelle Tatorte zu untersuchen, Abläufe zur Tatortsicherung zu üben, Zeugen zu befragen.

Zur "Nacht der Informatik" am Freitag, dem 14. Juli 2006, können Neugierige von 15 bis 18 Uhr im Gebäude 29, Raum 224, Campus am Universitätsplatz, zum virtuellen Tatortermittler werden, sich aber auch ganz real am Infostand der Magdeburger Polizei die eigenen Fingerabdrücke sichern und einen Übungstatort betrachten.

Der virtuelle Tatort soll aus einem Autorensystem bestehen, welches den Dozenten den Tatortaufbau ermöglicht und für die jeweiligen Szenarien - zunächst werden Einbruchsdelikte simuliert - das Ablegen kriminalistisch relevanter Spuren zulässt. Eine Herausforderung für die Informatiker, Haare, Fingerabdrücke oder Schmutz- und Faserreste virtuell darzustellen.

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Die Spuren sind nach verschiedenen Gesichtspunkten im Rahmen der "Tatortarbeit" durch die angehenden Polizisten zu erheben. Dieses soll mit einem von der Fachhochschule zur Verfügung gestellten Regelwerk zur Kennzeichnung und Sicherung der Spuren unterstützt werden. Insbesondere ihr kriminaltaktisches, kriminaltechnisches und rechtliches Wissen können die Studierenden mit der virtuellen Arbeit prüfen und vertiefen.

Das Vorgehen der Studenten soll bei der Tatortaufnahme für die spätere Auswertung protokolliert werden. Die virtuelle Umgebung wird den Studenten zudem den Vorteil bieten, unterschiedliche Herangehensweisen bzw. Aufgabenstellungen kennenlernen zu können, zum Beispiel wenn verschiedene Polizeidienststellen zusammenarbeiten würden.

Da die Polizisten in der Realität mindestens zu zweit für die Sicherung eines Tatorts zuständig sind, soll das System zukünftig zudem über eine Vernetzung verfügen, mehrere Nutzer müssen sich in der virtuellen Tatortwelt bewegen können, müssen Informationen, Wissen und Hinweisen austauschen können.

Waltraud Riess | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-magdeburg.de/

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