Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsames Arbeiten im Cyberspace an verteilten Standorten

28.06.2006
Professur für Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik demonstriert am Beispiel eines räumlich verteilten Design-Reviews den Nutzen ihrer kooperativen Virtual Reality Entwicklung

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Fraunhofer IWU und der Einweihung des neuen Institutsteiles am Standort der TU Dresden präsentieren Wissenschaftler des Virtual Reality Center Production Engineering (VRCP) erstmals ihre neu entwickelte Anwendung "VR- Connect" zur gemeinsamen Analyse und Bewertung von 3D- Konstruktionen in geographisch verteilten Virtual Reality Umgebungen.

Gegenwärtig erfordert die gemeinsame Diskussion und Abnahme von Konstruktionsentwürfen, dass Hersteller, Zulieferer und Kunde sich mehrfach an einem Ort treffen, was wiederum mit entsprechendem Kosten- und Zeitaufwand verbunden ist. Mit Hilfe der neuen Technologie können nun geographisch getrennt operierende Entwicklungspartner ihre Entwürfe gemeinsam in ihrer jeweiligen virtuellen Umgebung analysieren und diskutieren. Das entwickelte System wird anhand von gemeinsamen VR- Sitzungen zur Beurteilung einer Werkzeugmaschinenkonstruktion an den Standorten in Dresden und am VRCP in Chemnitz präsentiert. Neben der realgetreuen 3D-Darstellung der an der Professur für Werkzeug-maschinenkonstruktion und Umformtechnik entwickelten Konstruktion einer Bohrungsdrückmaschine können sich die Benutzer an den verschiedenen Standorten in der virtuellen Szene bewegen und mit dem VR-Modell interagieren. Dabei werden mit Hilfe einer Internetverbindung sowohl die Interaktionen der beteiligten Partner übermittelt als auch eine Audio/Video- Übertragung zur Kommunikation zwischen den Standorten bereitgestellt.

Zu diesem Zweck wurde die erforderliche Basistechnologie entwickelt, welche die Koordination von Benutzerinteraktionen und 3D-Darstellungen an den verschiedenen Standorten synchronisiert. Mittels Änderung des Master-Status kann dabei die Kontrolle der Modellansicht zwischen den Standorten wechseln. Für die gemeinsame Abnahme von Konstruktionen galt es zudem einen sicheren Datentransfer zwischen den beteiligten Partnern bereitzustellen, um somit auch die Vertraulichkeit der übermittelten Informationen zu gewährleisten.

Die Entwicklung dieser Anwendung ist Teil des Forschungsschwerpunktes "verteilte kollaborative Virtual Reality" welcher zurzeit am VRCP im Rahmen des vom BMBF geförderten "Kompetenznetzwerk zur Virtuellen und Erweiterten Realität - ViVERA" bearbeitet wird. Innerhalb dieses Projektes werden im Verbund mit verschiedenen Universitäten und Fraunhofer-Instituten, Technologien der virtuellen und erweiterten Realität für die Branchen Maschinenbau, Automobilbau, Anlagenbau, Schiffbau und Medizin weiterentwickelt. Der Anwendungsbereich Maschinenbau wird dabei federführend von den Chemnitzer Projektpartnern vertreten. (Autor: Prof. Dr. Dieter Weidlich)

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Dieter Weidlich, Telefon (03 71) 5 31 - 23530, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de und Dr. Paul Benölken, Telefon (03 71) 5 31 - 35697, E-Mail paul.benoelken@mb.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften