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Deutschland ist Weltmeister - in der Mikrosystemtechnik

16.06.2006
Schon jetzt hat Deutschland den Weltmeistertitel - zumindest in der Mikrosystemtechnik. Denn bei der Entwicklung und Produktion der kleinen, intelligenten Systeme, die beispielsweise im Automobil, in der Medizintechnik, in der Produktionstechnik, in der Logistik oder in den Kommunikationstechnologien schon heute unverzichtbar sind, haben Industrie und Forschung aus Deutschland eine internationale Spitzenstellung. 680.000 Arbeitsplätze sind hierzulande mit dieser Zukunftstechnologie verbunden.

Derzeit wird auf der Fachmesse Actuator in Bremen der RoboCup ausgetragen. Noch bis zum kommenden Sonntag, 18. Juni, ist direkt neben den Wettkämpfen der kickenden Roboter am Stand der VDI/VDE Innovation + Technik zu sehen, wie auch im Fußballstadion Mikrosystemtechnik genutzt werden kann.

Anhand eines Fußballspiels der Zukunft wird gezeigt, wie Mikrosysteme vielleicht schon bald wertvolle Unterstützung für Schiedsrichter, Trainer, Mannschaftsbetreuer oder Stadionmanagement leisten können. Das intelligente Trikot beispielsweise misst Vitalparameter des Spielers wie z.B. die Pulsfrequenz oder die Körpertemperatur und funkt die Daten an Trainerbank und Mannschaftsarzt. Im Fußballschuh sammelt ein Sensor Informationen über Schussstärke und -technik des Spielers. Ball und Spieler sind mit einer Sensorik ausgestattet, die per GPS die genaue Position ermitteln - und dem Schiedsrichter über dessen Spezialbrille mitteilen, wenn ein Spieler im Abseits steht.

Die meisten Anwendungsfelder für Mikrosysteme liegen allerdings außerhalb des Fußballfeldes. Intelligente Textilien werden künftig unter anderem für die Sicherheit von Feuerwehrleuten genutzt werden. Sensoren zur Positionsmessung sind schon heute in Autos, aber auch im Maschinen- und Anlagenbau unverzichtbar. Spezialbrillen, die dem Träger wichtige Zusatzinformationen vermitteln, werden heute unter anderem von Chirurgen eingesetzt.

Immer mehr Unternehmen - darunter vor allem Mittelständler - nutzen Mikrosysteme für die Entwicklung neuer oder die Verbesserung bestehender Produkte und Verfahren. Nahezu unsichtbar und von vielen unbemerkt übernehmen Mikrosysteme unter anderem in der Kommunikationstechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Umwelttechnik, der Chemie und Pharmazie, der Energietechnik, der Logistik, der Haus- und Gebäudetechnik, im Automobilbau und in der Medizintechnik wichtige Aufgaben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Entwicklung der Mikrosystemtechnik im Rahmenprogramm "Mikrosysteme" von 2004 bis 2009 mit insgesamt rund 260 Mio. Euro.

Weitere Informationen zur Mikrosystemtechnik gibt es unter www.mstonline.de oder bei

VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Wiebke Ehret
Steinplatz 1, 10623 Berlin
E-Mail: ehret@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstonline.de
http://www.vdivde-it.de

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