Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

London ermöglicht Handy-TV in U-Bahnnetz

19.04.2006


Unterirdische Versorgung in anderen Städten längst Alltag


Mobilfunknetz für Londoner U-Bahn



Die Betreiber des Londoner U-Bahnnetzes planen einen erneuten Vorstoß bei der Implementierung von Mobilfunkanlagen in Bahnhöfen und Stationen. Eine Machbarkeitsstudie soll in den kommenden beiden Monaten prüfen, ob die flächendeckende Ausstattung des Netzes mit entsprechenden Sendeeinrichtungen wirtschaftlich rentabel sowie technisch möglich ist. In weiterer Folge will man bis Mitte 2008 dafür sorgen, dass U-Bahn-Benützer problemlos mobil telefonieren können. Auch die Errichtung von sogenannten Hot Spots zum drahtlosen Abrufen von Transportinformationen, Internet sowie Digital-TV und -Radio soll bis dahin umgesetzt werden.

... mehr zu:
»Linie »Netz »Telefonieren »U-Bahn »U-Bahnnetz


Laut Auskunft der U-Bahnbetreiber soll der Ausbau in einem ersten Schritt auf die Stationen und Bahnhöfe beschränkt werden. "Hier richten wir uns nach den Bedürfnissen der Fahrgäste. Diese haben das Telefonieren während der Fahrt bisher als wenig wünschenswert erachtet", meinte ein Sprecher gegenüber pressetext. Er betonte außerdem, dass durch die teilweise oberirdische Linienführung bereits jetzt 55 Prozent des Londoner U-Bahnnetzes mit mobilem Telefoniezugang aufwarten können. Technologisch sei die Ausstattung von den teilweise sehr kleinen und engen Stationen, deren Bau bis in die Viktorianische Zeit zurückreiche, in jedem Fall eine große Herausforderung, so der Sprecher.

Während London noch über die Ausstattung des Netzes mit Sendeeinrichtungen für mobile Dienste diskutiert, zählt die flächendeckende unterirdische Anbindung in anderen europäischen Hauptstädten längst zum Alltag. "In Berlin können wir seit Ende der 90er-Jahre mit einer flächendeckenden Mobilfunk-Versorgung in der U-Bahn aufwarten", erklärt Petra Reetz, Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe, auf Anfrage von pressetext. Eine Ausweitung der mobilen Dienste besitze derzeit allerdings keine Priorität. "Das U-Bahnnetz ist teilweise über 100 Jahre alt und ist geprägt von dunklen und engen Tunnel- und Stationssystemen. Die Aufenthaltsqualität sei folglich nicht immer so gut, ortet sie wenig Anreiz für stationäre Zusatzdienste wie sie in Londoner Stationen und Bahnhöfen geplant sind.

Auch in Wien ist man den Londoner Kollegen bereits einige Jahre voraus. "Das Wiener U-Bahnnetz ist seit Ende 2000 komplett handytauglich", bestätigt Johann Ehrengruber, Pressespecher der Wiener Linien, auf Anfrage von pressetext. Die Handy-Nutzung in der U-Bahn zähle folglich zum normalen akzeptierten Alltag. Zwar würden sich manche Gäste vom Telefonieren in der U-Bahn belästigt fühlen. Dies werde allerdings nicht den Wiener Linien angelastet sondern eindeutig als Frage der persönlichen Kultur gesehen, so Ehrengruber weiter. "Störendes Telefonieren gehört in dieselbe Kategorie wie geruchvolles Essen oder lautes Hören über Kopfhörer", so der Pressesprecher abschließend.

Martin Stepanek | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.tfl.gov.uk/tfl
http://www.bvg.de
http://www.wienerlinien.at

Weitere Berichte zu: Linie Netz Telefonieren U-Bahn U-Bahnnetz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie