Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom turbulenten Start zum ruhigen Langstreckenflug

11.04.2006


Komplexe Systeme unter der Lupe: Fraunhofer FIRST präsentiert auf der Hannover-Messe (Halle 16/D16) das Simulationswerkzeug MOSILAB



Ein Simulationswerkzeug muss zwei Anforderungen erfüllen: Es soll die Wirklichkeit so genau wie möglich abbilden und gleichzeitig wenig Rechenzeit in Anspruch nehmen. Die Simulation von komplexen technischen Systemen, wie Flugzeugen oder Brennstoffzellen, stellt dabei besonders hohe Anforderungen an das Werkzeug. Die unterschiedlichen Zustände eines dynamischen Systems müssen in der Simulation verschieden dargestellt werden. Beim Start und bei der Landung eines Flugzeugs beispielsweise sind detaillierte Modelle notwendig. Bei der Simulation des Langstreckenfluges kann häufig auf weniger genaue aber auch weniger rechenintensive Modelle umgeschaltet werden.



Unter der Leitung von Fraunhofer FIRST entwickelten sechs Fraunhofer-Institute (FIRST, IIS/EAS, ISE, IBP, IWU und IPK) im Projekt GENSIM das Simulationswerkzeug MOSILAB sowie Anwendungsbibliotheken. MOSILAB ist so flexibel, dass während der Simulation abhängig vom Systemzustand der Detail-lierungsgrad und die zu untersuchenden physikalischen Ei-genschaften verändert werden können. Das gewährleistet eine effiziente und zugleich genaue Modellierung und Analyse. Herkömmliche Simulationswerkzeuge bieten diese Modellstrukturdynamik nicht.

Fraunhofer FIRST präsentiert mit seinen Projektpartnern MO-SILAB während der Hannover Messe am Beispiel eines Pendels. An einem Tisch befestigt, schwingt eine Pendelstange von einem kleinen Motor angetrieben hin und her. Eine Motor-Regelung bringt das Pendel schließlich in eine stabile senkrechte Lage. Der Computerbildschirm daneben zeigt sein Modell als simulierte Realität.

Zu einer individuellen Präsentation möchten wir Sie herzlich einladen:

Zeit: 24. April bis 28. April, täglich 9 bis 18 Uhr
Ort: Hannover-Messe, Halle 16, Stand D16

Bei der Modellierung verwendet MOSILAB die objekt- und gleichungsorientierte Modellbeschreibungssprache Modelica. Diese wurde um Elemente zur Beschreibung von Modellstrukturdynamik erweitert. Eine grafische Entwicklungsumgebung unterstützt den Anwender bei allen Arbeitsschritten von der Modellbildung über das Simulationsexperiment bis hin zum Postprozessing. MOSILAB bietet Schnittstellen auf verschiedenen technologischen Ebenen (unter anderem Pro-grammiersprachen C/C++, Python, SOAP-Protokoll). Darauf aufbauend wurden wieder verwendbare Komponenten zur Simulatorkopplung entwickelt, die die Integration von Standardwerkzeugen wie MATLAB/ Simulink unterstützen.

Die Nutzbarkeit von MOSILAB für Industrieprojekte wurde an Hand von drei Fallbeispielen in den Awendungsbereichen energietechnische Systeme, Bauphysik und Werkzeugsysteme erprobt und evaluiert. In diesen Bereichen wurden entsprechende Modellbibliotheken erstellt und mit Messwerten validiert, um typische Fallbeispiele analysieren zu können.

Seit Anfang 2006 werden Testlizenzen von MOSILAB interessierten Beta-Testern zur Verfügung gestellt. Ab Anfang 2007 wird MOSILAB als kommerzielles Produkt zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern die Pressereferentin von Fraunhofer FIRST,
Mitra Motakef-Tratar; Tel.: 030/6392-1823
E-Mail: mitra.motakef-tratar@first.fraunhofer.de

Mirjam Kaplow M.A. | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mosilab.de
http://www.first.fhg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie