Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuell - und doch menschlich

01.03.2006


Auf Knopfdruck die richtige Fahrkarte? Um Geräte oder Automaten zu bedienen, benötigen wir heute meistens immer noch mehr als nur eine Taste und dazu jede Menge Hintergrundwissen. Nicht jeder kommt beispielsweise mit Fahrkartenautomaten gleich gut zurecht. Gerade für Ungeübte stellen technische Geräte wie diese im alltäglichen Leben oft ein Hindernis dar. Forscher der Abteilung Virtuelle und Erweiterte Realität des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung und der Abteilung Digital Storytelling des ZGDV Darmstadt arbeiten deshalb an der Entwicklung einer neuen Bedienschnittstelle: dem virtuellen Menschen.



Die natürliche Mensch-Computer-Schnittstelle



In dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt Virtual Human arbeiten verschiedene Einrichtungen, darunter das Fraunhofer IGD und das ZGDV Darmstadt, an der Entwicklung virtueller Charaktere, die nicht nur realistisch aussehen, sondern sich auch so verhalten. Denn der mensch-ähnliche Charakter soll in Zukunft die Eingabe über Tastatur oder Touchscreen ersetzen können, um mit dem Benutzer zu "sprechen". Wie ein echter Mensch soll er auf den Kunden eingehen und auf dessen Wünsche reagieren. Die Kommunikation verläuft dabei sowohl über Sprache als auch über Gestik, Mimik und Emotion. Im Gegensatz zu animierten Figuren in Filmen oder Computerspielen soll der virtuelle Mensch selbstständig handeln und in Echtzeit reagieren können. Dabei soll er schnell und kostengünstig erstellt und so für vielerlei Anwendungen genutzt werden können.

ZAMB auf der CeBIT 2006

Ein Beispiel für den Einsatz solcher virtuellen Charaktere stellt das im Rahmen von Virtual Human konzipierte Spiel ZAMB (Zweiundachtzig Millionen Bundestrainer) dar, das erstmalig auf der CeBIT 2006 vom 9. bis 15. März in Halle 9, Stand A44 zu sehen sein wird. Bei dem Anwendungsszenario handelt es sich um ein Fußballquiz mit einem virtuellen Moderatoren und zwei virtuellen Fußballexperten. Der Quizteilnehmer hingegen ist ein echter Mensch, mit dem die Figuren selbstständing diskutieren und interagieren.

Mehr über "ZAMB - Zweiundachtzig Millionen Bundestrainer" erfahren Sie auch am Freitag, den 10. März ab 12.00 Uhr im Fraunhofer-Forum auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand. Hier hält Dr. Stefan Göbel, Leiter der Abteilung Digital Storytelling am Zentrum für Graphische Datenverarbeitung, seinen Vortrag "Einmal selber Trainer sein".

Virtual Human Projektpartner:

- Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
- Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation IMK
- Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V.
- Technische Universität Darmstadt
- Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI
- Charamel
- Otlo
- RMH

Ansprechpartner:
Dr. Christian Knöpfle
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
Abteilung Virtuelle und Erweiterte Realität
Telefon +49 ( 0) 6151 / 155-122
Telefax +49 ( 0) 6151 / 155-196
christian.knoepfle@igd.fraunhofer.de

und

Dr. Stefan Göbel
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung
Telefon: +49 (0) 6151 / 155-632
Fax: +49 (0) 6151 / 155-451
stefan.goebel@zgdv.de

Kurzprofil INI-GraphicsNet

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen EURO.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/
http://www.virtual-human.org
http://www.inigraphics.net

Weitere Berichte zu: Graphic Graphisch Graphische Datenverarbeitung Virtuell ZGDV

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie