Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Verhalten von Ameisen inspiriert auch Roboter

21.02.2006


Auf der Grundlage von Studien zur Schwarmintelligenz wurden im Rahmen des SWARM-BOTS-Projekts Artefakte namens Swarm-Bots entwickelt. Diese bestehen aus S-Bots, die die Fähigkeiten sozialer Insekten und anderer Tiergemeinschaften aufweisen.



Somit hat das Verhalten der Pfadbildung der S-Bots eine Menge mit dem der Ameisen gemein. Es gibt nur einen kleinen Unterschied - die Art der Fortbewegung. Während Ameisen auf diesen Pfaden Pheromone abgeben, erstellen die S-Bots visuelle Pfade. Trotz ihrer begrenzten visuellen Fähigkeiten können die S-Bots farbige Objekte in einer Entfernung von maximal 40cm wahrnehmen. S-Bots können einen Pfad erstellen, indem sie das Objekt mit dem Zielort verbinden. Dieser Pfad dient als Orientierungshilfe für andere S-Bots oder einen Swarm-Bot. Indem sie diesem Pfad folgen, können sie ihren Weg zum Objekt und wieder zurück zum Zielort finden.

... mehr zu:
»Erkundungsabbruch »Pfad »S-Bot »Zielort


Der Vorgang beginnt, sobald ein blaues Objekt, das den Zielort darstellt, von den S-Bots identifiziert wird, die dessen Umfeld per Zufallsprinzip erkunden. In der maximalen Entfernung vom Zielort halten sie an und beginnen mit der Bildung des visuellen Pfades. Der visuelle Pfad kann durch die Zufallssuche anderer S-Bots erheblich erweitert werden. Obwohl sich der visuelle Pfad in einer zufallsbedingten Richtung bildet und das Wiederauffinden des Objekts absolut nicht gesichert ist, wurde die Vorkehrung getroffen, dass unvollständige visuelle Pfad solange neu gestartet werden, bis diese vollständig sind. Im Vergleich zu konventionellen kartenähnlichen Repräsentationsansätzen beruht dieses Verfahren auf lokalen Informationen und ist einfacher in seiner Anwendung.

Zu den Erkundungsstrategien wurden umfassende Versuche mit zwei probabilistischen Steuerungsparametern durchgeführt. Die Änderung dieser Parameter der Steuereinheit der S-Bots widerspiegelte eine Vielzahl von Erkundungsstrategien. Die Veränderung des Parameters zur Steuerung des Erkundungsabbruchs lieferte verschiedene Formen der gebildeten Ketten und unterschiedlich schnelle Kettenbildungsprozesse. Es konnte beobachtet werden, dass je kürzer die Zeit bis zum Erkundungsabbruch, desto schneller die Bildung von zahlreichen Ketten, und je länger die Zeit bis zum Erkundungsabbruch, desto langsamer die Bildung von weniger Ketten.

Im Rahmen anderer Tests wurde die Effektivität verschiedener Strategien in Hinblick auf ihre Fähigkeit, sich den Umwelteigenschaften anzupassen, untersucht. Die zur Kettenbildung erforderliche Zeit hängt von der Komplexität der Umgebung ab, wie beispielsweise das Vorkommen von Hindernissen. Die entwickelten Steuereinheiten wurden erfolgreich bei denjenigen S-Bots angewandt, die ein gesteigertes Potenzial zur Auffindung von Objekten und zur Kettenbildung aufwiesen.

Dr. Marco Dorigo | ctm
Weitere Informationen:
http://iridia.ulb.ac.be/

Weitere Berichte zu: Erkundungsabbruch Pfad S-Bot Zielort

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte