Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Technologien für die Energiemeteorologie

11.01.2006


Im Projekt "Wissensnetz Energiemeteorologie (WISENT)" werden IT-Technologien erforscht und entwickelt, die es erlauben, für die Energiemeteorologie große Datenmengen - z.B. von Wettersatelliten - schneller auszuwerten und komplexe wissenschaftliche Informationen in einem neuartigen "Wissensnetz" flexibel zu verteilen und zu verarbeiten. Damit soll dem hohen Stellenwert energiemeteorologischer Information für die künftige Energieversorgung Rechnung getragen werden.



Welches sind die optimalen Standorte für Solar- und Windkraftanlagen? Welche Vorhersagen zur Windleistung können getroffen werden?



Mit diesen und weitere Fragen beschäftigt sich die junge Wissenschaft "Energiemeteorologie". Sie untersucht den Einfluss von Wetter und Klima auf die Energieproduktion aus erneuerbaren Energieerzeugern. Die Energiemeteorologie liefert damit wesentliche Grundlagen für die sichere und nachhaltige Energieversorgung von morgen. Maßgebliche Vorarbeiten wurden von Dr. Detlev Heinemann (Universität Oldenburg) vorangetrieben, dem Sprecher des virtuellen Instituts für Energiemeteorologie (vIEM), und drei Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Um zuverlässige Vorhersagen der Leistung aus z. B. Sonne- und Windenergie zu stellen bedarf es unter anderem der Analyse großer Datenmengen zur Bestimmung optimaler Standorte für derartige Anlagen und es müssen Computermodelle zur Wettervorhersage geschaffen werden. Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten arbeiten in interdisziplinären Teams zusammen, um die komplexen Modelle zu entwickeln und anzuwenden. Die Daten hierfür kommen von Satelliten, unzähligen Bodenmessstationen und Datenarchiven. Die Vielfalt und schiere Menge der Daten stellen die Wissenschaftler vor große Herausforderungen: Die Verarbeitung der Daten erfordert hohe Rechenleistung, einen sehr großen Speicherbedarf, große Bandbreiten für die Datenübertragung sowie eine einheitliche übergeordnete Strukturierung.

Deshalb haben drei Institute des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), das Informatikinstitut OFFIS, die Universität Oldenburg und das Unternehmen meteocontrol GmbH ein Konzept zum Aufbau von IT-Technologien für eine verbesserte, flexiblere Zusammenarbeit erarbeitet. Dieses Konzept überzeugte das BMBF, dem Konsortium unter der Leitung von Prof. Wilhelm Hasselbring (OFFIS) als Projekt innerhalb der bundesweiten eScience/D-Grid Initiative den Zuschlag zu erteilen.

Insgesamt wird das Projekt mit 2 Mio. Euro gefördert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden innerhalb der nächsten drei Jahre Technologien und Verfahren erarbeiten, mit denen flexibler und schneller Energieprognosen errechnet werden können. Am Ende des Projektes werden sowohl die Energiemeteorologen mit den neuen Werkzeugen arbeiten können als auch in der Lage sein, schnell neue Arten von Messdaten (z.B. Aerosolsensorik) in ihre Auswertungen zu integrieren.

Britta Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.offis.de
http://www.dlr.de/ipa
http://www.energiemeteorologie.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Modellfabrik Industrie 4.0: Forschungs- und Trainingsplattform für Wissenschaft und Wirtschaft
28.03.2017 | Hochschule Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit